Der EURATOM-VertragDer EURATOM-Vertrag fördert seit 1957 die Entwicklung der Atomenergie in Europa.Zu dieser Zeit begann die kommerzielle Nutzung, und Kernenergie wurde als „unentbehrliche Hilfsquelle für die Entwicklung und Belebung der Wirtschaft“ bezeichnet. EURATOM finanzierte die Erforschung der Atomenergie und gewährte Milliarden von Euro als Kredite für die Errichtung oder Modernisierung von Atomkraftwerken. Als Resultat ist die EU heute der weltweit führende Erzeuger von Atomstrom. Die erweiterte EU-25 hat 156 Reaktoren in Betrieb und erzeugt damit 32 Prozent ihres Strombedarfs, mehr als Nordamerika, Japan oder Russland. Neben den EURATOM-Krediten und den Forschungsgeldern schafft der EURATOM-Vertrag eine eigene Wirtschaftszone für die Nuklearindustrie, was dem EG-Vertrag und der neuen EU-Verfassung widerspricht. Die staatlichen Subventionen widersprechen zum Beispiel den Binnenmarktregeln, nicht aber dem EURATOM-Vertrag. In der Ablehung des EURATOM-Vertrags sind sich Menschen in ganz Europa einig. Bildquelle: Friends of the earth Europe: www.foeeurope.org |
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