Regionalverband Bodensee-Oberschwaben

Apfelsaft von Streuobstwiesen

Ein typisches Merkmal unserer Kulturlandschaft sind die schönen Streuobstwiesen am Rande der Siedlungsgebiete. Im Gespräch mit Landwirten zeigt sich immer wieder, dass die Rodung von Streuobstwiesen ausschließlich wirtschaftlichen Überlegungen folgt. Das hängt damit zusammen, dass dieses Obst nicht als Tafelobst gehandelt werden darf. Die EG-Richtlinien verlangen eine bestimmte Größe und eine makelose Schale, so dass sich Streuobst nur als Mostobst vermarkten lässt. Dafür gibt es in Durchschnittsjahren nur 8 bis 10 € pro 100 kg. Bei diesem Preis lohnt sich die aufwändige Bewirtschaftung der Streuobstwiesen für den Landwirt nicht mehr.


Um den Streuobstbau wieder rentabel zu machen, hat der BUND die Saftaktion entwickelt und vermarktet einen natutrüben Apfelsaft, der ausschließlich aus Streuobstanbau gepresst wird. Den beim BUND unter Vertrag stehenden Bauern bezahlen die Mostereien einen Aufpreis bis zum doppelten des Marktpreises. Das ist der Preis, der es den Landwirten ermöglicht, auch aus wirtschaftlichen Überlegungen ihre Hochstämme zu erhalten.
Die Landwirte verpflichten sich vertraglich die Hochstammbäume nicht zu spritzen und im Falle von Rodungen nachzupflanzen. Der BUND führt regelmäßig Kontrollen der Streuobstbestände durch und lässt Stichproben der Äpfel duch ein unabhängiges Labor auf Rückstände von Pflanzenschutzmitteln überprüfen.

Eine weitere Initiative mit Dritte Welt Partnern ist das Mango-Apfelsaft-Projekt, ein sozial-ökologisches Projekt, das den Bauern höhere Löhne bringt.


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