Landesverband Baden-Württemberg


Elektronische Anlagen und Geräte - sind sie nun gefährlich oder nicht?

 

Immer öfter diskutieren Wissenschaftler, Politiker und Bürger über mögliche Gesundheitsgefahren und Belastungen für dieUmwelt, die von ihnen ausgehen. Es gibt immer mehr Mobilfunknetze, die elektrische Energieversorgung hat sich verändert. Bürger fühlen sich vor allem durch Sendeanlagen in Wohnbereichen und die von ihnen ausgehenden elektromagnetischen Felder (EMF) bedroht.

Auf der Erde gibt es natürliche elektrische und magnetische Felder. Sie haben sich über Jahrtausende hinweg wenig verändert. Sie üben für die Gehirn- und Herzaktionsströme des Menschen eine lebenswichtige Funktion aus, Tiere (Vögel, Fische) orientieren sich an ihnen. Damit zählen diese Felder zu den natürlichen Lebensgrundlagen, die in Deutschland laut Verfassung geschützt werden müssen. Innerhalb nur einer Generation haben künstliche Felder die natürlichen massiv und dauerhaft überlagert. Künstliche Felder treten vor allem in besiedelten Räumen auf. Ihre Strahlungen übersteigen die der natürlichen Felder um etwa das 20.000-Fache. Sie sind biologisch messbar und wirken sich schädlich auf die Umwelt und den Menschen aus. Bisher wurden vor allem die direkten oder Wärme- Effekte untersucht, die starke elektromagnetische Felder zum Beispiel in Mikrowellengeräten bewirken. Neben den thermischen gibt es aber auch nicht-thermische Wirkungen, die häufig im Bereich niedriger Feldstärken auftreten und in das Bio-Regulationssystem des Menschen eingreifen. Dieses System wird offensichtlich auch über elektrische Signale gesteuerte.

Wichtige Quellen für elektro-magnetische Felder mit nichtthermischen Wirkungen in öffentlich zugänglichen Bereichen können sein:

  • Hochspannungsleitungen, elektrifizierte Bahnlinien und Schaltanlagen, Umspannanlagen

  • nicht optimierte Hausversorgungsleitungen

  • alle Arten von Sendeanlagen, z. B. Radio, Fernsehen, Daten- und Mobilfunk

  • Radaranlagen zur Flugüberwachung und Wetterbeobachtung

Quellen in Haushalten können sein:

  • Elektrotechnische Geräte, alle Arten von elektrischen Leitungen; wenn in ihnen Strom fließt, tritt noch die Belastung durch magnetische Wechselfelder hinzu.

  • Handys oder Basisstationen von Schnurlostelefonen nach dem DECT-Standard, die wegen ihres geringen Abstandes zum Menschen quasi einen Mobilfunkturmsender in der Wohnung darstellen.

  • häusliche, netzunabhängige Datennetze (z. B. Wlan)

  • alle elektrischen Geräte - vom elektronischen Spielzeug bis zu
    Unterhaltungsgeräten

Der BUND spricht sich wegen erheblicher Gesundheitsrisiken für eine deutliche Senkung der Strahlenbelastung durch Mobilfunkantennen, Handys, DECT-Telefone etc. aus. Eine Vorsorgestrategie ist dringend nötig, um die Bevölkerung vorsorglich so gering wie möglich durch Strahlen zu belasten.

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