Landesverband Baden-Württemberg


Gefährliche Gentechnik

Die Gentechnik ist ein Teilbereich der Biotechnologie. Sie beschäftigt sich damit, das Erbgut von Pflanzen, Tieren, Bakterien und Viren künstlich zu verändern und Gene quer über alle systematischen Grenzen zu übertragen.

Kartoffelblüte, Foto: Pixelquelle Foto: Pixelquelle

Fotos: Pixelquelle

Auf der Bundesdelegiertenversammlung 1988 hat der BUND beschlossen, die Genmanipulation grundsätzlich abzulehnen. Zwei Jahre später hat die Bundesdelegiertenversammlung wenige Ausnahmen für bestimmte medizinische Anwendungen beschlossen.

Gegenwärtig versuchen weltweit agierende Konzerne wie Monsanto, Syngenta und Bayer, die Agrargentechnik durchzusetzen. Dabei werden Kulturpflanzen fremde Gene eingebaut. Über 70 % der weltweit angebauten genmanipulierten Pflanzen sind resistent gegen bestimmte Herbizide. Das macht sie nicht gesünder oder produktiver. Auch der Verbraucher hat dadurch keine Vorteile. Es hilft lediglich dem Landwirt, größere Flächen mit weniger Arbeitskräften zu bewirtschaften und macht ihn zeitlich unabhängiger beim Spritzmitteleinsatz. Landwirte befürchten aber, dass der Verkauf von Saatgut und Herbizid im Doppelpack sie noch abhängiger von der agrochemischen Industrie machen wird.

Die zweithäufigste Eigenschaft, die Kulturpflanzen eingebaut wird, ist die Resistenz gegen bestimmte Insekten. Diese gentechnisch veränderten Pflanzen produzieren ein Insektengift, das sonst von einem Bodenbakterium produziert wird. Dabei beträgt die Menge, ein Vielfaches dessen, was Landwirte legal einsetzen dürfen.

Die einzigen genmanipulierten Sorten, die bisher in Deutschland zugelassen sind, sind insektenresistente Mais-Sorten, die auf dem Monsanto-Konstrukt Mon 810 basieren. Im Jahr 2006 wurden sie bundesweit auf rund 950 ha angebaut - das entspricht der landwirtschaftlichen Fläche einer kleineren Gemeinde.

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In Baden-Württemberg wurde genmanipulierter Mais mit Ausnahme von ein paar Bagatellflächen von jeweils wenigen Quadratmetern ausschließlich von Institutionen des Landes angebaut, die größte Fläche liegt in Rheinstetten-Forchheim auf dem Gelände der Landesanstalt für Pflanzenbau.

Ausführliche Informationen zur Agrar-Gentechnik finden Sie auf den Seiten des BUND-Bundesverbands.

Bisher ist die gentechnikfreie Produktion ein Qualitätsmerkmal für die baden-württembergische Landwirtschaft. Der stellvertretende Vorsitzende des Landesbauernverbands Gerhard Glaser hat das prägnant formuliert: "Die Gentechnik ist eine große Chance für uns Bauern in Baden-Württemberg - wenn wir die Finger davon lassen!" Im ganzen Land schließen sich Bauern zu gentechnikfreien Regionen zusammen. Alle wichtigen Informationen zu gentechnikfreien Regionen finden Sie auf der Seite www.gentechnikfreie-regionen.de

Der BUND Baden-Württemberg arbeitet im Aktionsbündnis für gentechnikfreie Landwirtschaft in Baden-Württemberg mit.

 

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