Landesverband Baden-Württemberg


Ökolandbau statt Agrarfabriken

Mit der Industrialisierung der Landwirtschaft begann vor rund 40 Jahren statt des erwarteten Segens eine unheilvolle Entwicklung. Die traditionellen bäuerlichen Betriebe wurden zurück gedrängt. An ihrer Stelle entstanden Tierfabriken ohne Ackerfläche.

Die Folge:
Futter muss importiert und die Gülle entsorgt werden. Die enormen Gülle-Mengen verseuchen das Grundwasser und sind schädlich für das Klima. In Agrarfabriken fristen Tiere ein Dasein unter unsäglichen Bedingungen. Sie dürfen sich zum Beispiel nicht bewegen, um nicht an Gewicht zu verlieren. Den Stress, verursacht durch die nicht artgerechte Haltung, ertragen sie nur mit Medikamenten. Vor allem Antibiotika werden eingesetzt - und landen mit dem Fleisch auf den Tellern der Verbraucher.

Die Agrarwüsten der industriellen Landwirtschaft sind für den Rückgang vieler Tier- und Pflanzenarten verantwortlich. Gründe dafür sind der Einsatz von Pestiziden und Dünger und die Vernichtung des Lebensraumes.

Mehr als die Hälfte des Gesamthaushaltes gibt die EU für die Subventionierung der Landwirtschaft aus. Mit diesem Geld werden oftmals Überschüsse produziert, die nicht abgesetzt werden können und teuer gelagert und vernichtet werden müssen.

Durch die BSE - Krise und andere Skandale besteht jetzt die große Chance zur Wende in der Landwirtschaftspolitik:

Ökologischer Landbau ist die Antwort auf die Probleme, die durch die Industrialisierung der Landwirtschaft entstanden sind. Durch ökologischen Landbau werden qualitativ hochwertige und gesunde Lebensmittel erzeugt. Das schont die Umwelt, schützt unser Trinkwasser, schafft und erhält Arbeitsplätze. Der ökologische Landbau schützt auch unserer Kulturlandschaft, die in Jahrhunderten gewachsen ist. Und er sichert in den vielfältigen Lebensräumen den Artenreichtum.

Der BUND setzt sich dafür ein, dass die notwendigen Rahmenbedingungen zur Förderung des ökologischen Landbaus und der Existenzsicherung der bäuerlichen Landwirtschaft geschaffen werden. Derzeit (2005) werden in Deutschland nur 6,5 % der landwirtschaftlich genutzten Fläche ökologisch bewirtschaftet.

Ziel des BUND: 20% ökologisch bewirtschaftete Fläche bis zum Jahr 2010.

 


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