Landesverband Baden-Württemberg


Der Storch kommt zurück

Das Storchenland Bodensee ist ein ehrgeiziges Projekt. Mit ihm sollen Dauergrünland und Flüsse am Alpenrhein und in Anliegerstaaten erhalten oder renaturiert werden. Das ist Mittel zum Zweck, um die vorhandene Tier- und Pflanzenwelt zu erhalten und verloren gegangene Arten zurückzugewinnen.

Das Projektgebiet umfasst vier Staaten (Schweiz, Liechtenstein, Österreich und Deutschland). Hinter dem Projekt steht in Deutschland das Ministerium Ländlicher Raum in Stuttgart und das Landratsamt Bodenseekreis.

 

Ein internationales Interreg-Projekt bringt seit Mai 2005 das Ziel der Naturschützer zwischen Alpenrhein und Donau voran.

Nähere Infos und den Flyer zum Projekt erhalten Sie bei:

Rita Strieckmann
BUND RGsSt. Bodensee-oberschwaben
Tel.: 07581 - 84 07
bund.bodensee-oberschw@bund.net

 

Wer macht was?

Signalarten

Erfolge

 

 

Wer macht was?

Entscheidende Anregungen und Vorarbeiten für das Projekt Storchenland Bodensee kamen von Untergliederungen des BUND in vier Landkreisen am nördlichen und westlichen Bodensee, von der Stiftung CICONIA in Liechtenstein und von den vier Landkreisen. Der BUND Baden-Württemberg versteht sich als Hüter der gemeldeten Natura 2000-Gebiete im Projektgebiet, als Ideengeber bei der Aufwertung von Gebieten und als Vermittler zwischen verschiedenen Auffassungen. Selbstverständlich müssen Nutzer, Behörden, Kommunen, Wirtschaftsunternehmen und große Teile der Bevölkerung bei diesem Projekt zusammenarbeiten.

 

 


Signalarten

Um große Teile der Bevölkerung für das Storchenland Bodensee zu gewinnen,sind Signalarten notwendig, die in unserer Gesellschaft beliebt sind.

Welche Art liegt da näher als der Weißstorch, der früher Brutvogel am Bodensee war und heute zum Teil wieder ist? Geeignet ist er als Signalart, weil Weißstörche in der Nähe von Menschen leben, weil sie in Märchen und Mythen eine große Rolle spielen und weil sie ein Mosaik von verschiedenen extensiv bewirtschafteten Flächen brauchen.

Wo sich Weißstörche ansiedeln, ist die Welt auch für eine Fülle weiterer Tiere und Pflanzen in Ordnung. Solche Nutznießer sind von Arten mit europäischer Bedeutung Schwarzstorch, Wachtelkönig, Neuntöter, Skabiosen-Scheckenfalter, Helmazurjungfer und Kleine Flußmuschel.

 

 


Erfolge

Naturschützer in der Schweiz und in Vorarlberg haben am Alpenrhein an 20 Stellen Kleingewässer angelegt, die insgesamt 13 Hektar groß sind, und Wiesen wiedervernäßt. Das hat durchziehenden Weißstörchen so gut gefallen, daß sie sich in den 90er Jahren nach 70jähriger Abwesenheit wieder angesiedelt haben. Das beste Weißstorchjahr war 2000 mit drei Paaren in Österreich und vier in der Schweiz, die zusammen 12 Junge aufgezogen haben. Das ist ein spektakulärer Erfolg von grenzüberschreitendem Naturschutz.

Sicher könnten einige weitere Weißstorchpaare im Alpenrheingebiet brüten. Doch für eine lebensfähige Population sind die Flächen dort zu klein. Das war mit ein Grund, das Projekt Storchenland für alle Bodenseeanlieger zu konzipieren.

Weitere Infos unter:

www.stoerche-bw.de


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