Landesverband Baden-Württemberg
Keine zweite Startbahn am Stuttgarter Flughafen

Der Traum vom Fliegen…
Der Flughafen Stuttgart will expandieren:
Eine zweite Startbahn – entweder nördlich
oder südlich der Autobahn A 8 – und eine
Verkürzung des heutigen Nachtflugverbots
von 6 Uhr auf 5 Uhr sollen eine weitere
Zunahme des Flugverkehrs ermöglichen.
Statt heute etwa 10 Millionen Fluggäste
sollen im Jahr 2020 über 17 Millionen
Passagiere den Landesflughafen nutzen.
Dieser Traum vom grenzenlosen Fliegen
hat seinen Preis: Künftig sollen rund 250.000 Flugbewegungen pro Jahr die
Region und das Klima belasten. Dagegen wehren sich in einer großen
Allianz der BUND, andere Umweltorganisationen
und die Schutzgemeinschaft Filder.
… Albtraum für die Region
Mit 10 Millionen Fluggästen im Jahr hat
der Flughafen bereits heute die Grenze der
Zumutbarkeit für die Bevölkerung erreicht.
Die Flugbewegungen haben sich von
88.000 in 1998 auf 163.000 im Jahr 2007
fast verdoppelt – eine Steigerung auf
250.000 wäre eine Katastrophe.
Der Stuttgarter Flughafen will nun eine
zweite Startbahn für Charter- und Billigflieger
bauen – mit verheerenden Folgen
für die Menschen, nicht nur auf den
Fildern, sondern auch in den Einflugschneisen
vom Schönbuch im Westen bis
zum Schurwald im Osten.
Der Flächenverbrauch für die neue
Startbahn würde je nach Variante zwischen
160 und 190 Hektar betragen. Dadurch
wären rund 20 landwirtschaftliche Betriebe
in ihrer Existenz bedroht.

Gesundheit gefährdet
Nachdem die Landesmesse gebaut ist und
Stuttgart 21 droht, kommt mit dem Flughafenausbau
ein weiteres Großprojekt auf
die Fildern zu. Gnadenloser Lärm, noch
mehr Abgase, Verkehr und Feinstaub würden
der Gesundheit der Menschen auf den
Fildern schaden.

Klima bedroht
Der Luftverkehr boomt und das hat böse
Folgen für das Klima. Die Kohlendioxid-
Emissionen des Flugverkehrs nehmen derzeit
um 3,5 Prozent pro Jahr zu. Kohlendioxid
ist aber nicht das einzige Treibhausgas,
das Flugzeuge ausstoßen. In hohe
Luftschichten werden vor allem Stickoxide
und Wasserdampf eingetragen. Dadurch
entstehen Klimawirkungen, die zwei- bis
fünfmal größer sind als durch den
Kohlendioxid-Ausstoß am Boden. In der
Summe trägt der Flugverkehr damit heute
etwa vier Prozent zur globalen Erwärmung
bei. Erwartet wird eine Verdreifachung des
Schadstoffausstoßes in den nächsten 30
Jahren. Noch nicht berücksichtigt ist, dass
Flugzeug-Schadstoffe zur Entstehung von
Cirruswolken beitragen, die die Rückstrahlung
von Wärme in den Weltraum
behindern.
Ausbau des Flughafens stoppen
Der BUND und seine Partner fordern deshalb
ein klares Signal von der Landesregierung– für den Klimaschutz und für die
Interessen der Menschen in der Region.
Spenden gegen den Flughafenausbau
Wollen Sie gemeinsam mit dem BUND den Bau der 2. Start- und Landebahn in Stuttgart verhindern? Dann bitten wir Sie sehr herzlich:
Unterstützen Sie unser Engagement mit Ihrer Spende
Mit Ihrer Hilfe können wir genügend Kräfte mobilisieren, um ein Umdenken zu bewirken.
Unterschriften gegen den Flughafenausbau
Hier können Sie die Unterschriftenliste ausdrucken.
Weitere Fragen?
Wenden Sie sich bitte an:
Klaus-Peter Gussfeld
Tel.: 0711 620306-15
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