Kreisverband Darmstadt-DieburgModellprojekt Flutrinnen im Pfungstädter MoorDurch den jahrzehntelangen Abbau von Torf ist die ehemals geschlossene Wanne des Pfungstädter Moors aufgebrochen worden und der Grundwasserstand hängt von der Umgebung im Hessischen Ried ab, wo der zu niedrige Grundwasserstand seit langem unter dem historischen Niveau liegt. Für die traditionell anwesenden Arten wie Rohrdommel, Drosselrohrsänger, Teichrohrsänger, Blaukehlchen und Feldschwirl wird so der Lebensraum weggenommen.![]() Im Rahmen des Grundwasserbewirtschaftungsprogramms Hessisches Ried infiltriert der größte Trinkwasserförderer in diesem Gebiet, Hessenwasser, seit ein paar Jahren aufbereitetes Rheinwasser an vielen Stellen im Ried und auch ins Pfungstädter Moor. Aber die Maßnahmen sind unzureichend. ![]() Pfungstädter Moor und Erlensee südlich von Pfungstadt;; die Ziffern 1a +b und 3 kennzeichen Stellen, wo Flutrillen eingebaut werden; im Bereich der Ziffer 2 wird der Landbach renaturiert Dr. Fritz vom Büro Oekoplan hat nun in Zusammenarbeit mit der HGON einen Plan entwickelt, wie partiell mit 2 bis 5 m breiten und bis zu 2 m tiefen Flutrinnen im Bereich ehemaliger Torfabbaugräben eine dauerhafte Wasserbespannung erreicht werden kann. Die Maßnahme hat inzwischen auch das Plazet des Regierungspräsidiums. An der Finanzierung beteiligen sich u.a. die Naturschutzverbände NABU, HGON und BUND. ![]() Das linke Bild zeigt die derzeit ruderalisierte Situation im Moor bei niedrigem Grundwasserstand, das rechte Bild zeigt einen Teil der Flutrillen
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