Kreisverband Darmstadt-Dieburg




Wo das Urpferdchen wohnte


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Eigentlich sollte die Grube Messel als Abfalldeponie genutzt werden. Anfang der 80er Jahre fing man mit den Bauarbeiten an, als eine Gruppe von Bürgern, die den Wert der damals schon gefundenen Fossilien in den Ölschieferschichten erkannten, dagegen protestierte. Rasch wurde daraus eine BI mit 3000 Mitgliedern.


Sie waren zur gerichtlichen Auseiandersetzung entschlossen und klagten 1984 vor dem Verwaltungsgericht und verloren. Die Berufung vor dem Verwaltungsgerichtshof in Kassel war aber erfolgreich und ein grandioser Sieg, nicht nur für den Erhalt eines Menschheitserbes, sondern auch über die sinnlose Abfallwirtschaft, die viele Politiker in den 80er Jahre noch im Auge hatten.
1991 wurde die Grube in die Liste der Boden- und Kulturdenkmale im Landkreis aufgenommen und 1995 zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt. Dass 10 Jahre später, dank einer inzwischen eingeleiteten vernünftigen Abfallpolitik auch die letzte Mülldeponie im Kreis geschlossen wurde, sei am Rande erwähnt.


Urpferdchen -  Bild Museum Grube Messel
Urpferdchen - Bild Museum Grube Messel
  Blick in die Grube Messel von der Aussichtsplatform
Blick in die Grube Messel von der Aussichtsplatform
  Die Grube liegt südlich von Messel und kann über die L3317, die von der L3094 zwischen Dieburg und Darmstadt abzweigt, erreicht werden
Die Grube liegt südlich von Messel und kann über die L3317, die von der L3094 zwischen Dieburg und Darmstadt abzweigt, erreicht werden
 


Die Fossilienfunde befinden sich derzeit zum Teil im kleinen Museum im Zentrum von Messel, andere kann man im Landesmuseum in Darmstadt besichtigen.
Zur Zeit wird ein größeres Informationszentrum am Rande der Grube geplant.

Weitere Informationen erhalten Sie hier:

Weltnaturerbe Grube Messel


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