BUND Ortsverband Darmstadt

GSI-Erweiterung in Darmstadt-Wixhausen

Die Forschungsanlagen der Gesellschaft für Schwerionenforschung (GSI) wurden vor rund 30 Jahren im Wald östlich von Darmstadt-Wixhausen errichtet.

Der Bebauungsplan-Entwurf zum GSI-Projekt FAIR (Facility for Antiproton and Ion Research), der sich noch bis zum 17. November 2005 in der Offenlage befindet, sieht einen zusätzlichen Beschleunigerring vor, der in acht Jahren Bauphase errichtet werden soll. Die größtenteils unterirdische Anlage wird nord- und südöstlich der jetzigen Gebäude und Anlagen Wald von ca. 20 Hektar in Anspruch nehmen, der teilweise am Standort wieder aufgeforstet werden soll.



Städtebaulicher/Grünordnerischer Vorentwurf für den Ausbau der GSI-Anlagen: Hellgrün sind die nach der achtjährigen Bauzeit über Gelände sichtbaren Gebäudeteile dargestellt. (Bildquelle: Wissenschaftsstadt Darmstadt)


Bürgerinnen und Bürger haben die Möglichkeit, sich die Unterlagen beim Stadtplanungsamt der Wissenschaftsstadt Darmstadt (Technisches Rathaus), Bessunger Straße 125, Block D während der Dienstzeiten Montag bis Freitag 8 bis 12 Uhr und Mittwoch 14 bis 18 Uhr anzuschauen.
Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.gsi.de.

In der Zeit der Offenlage ist es auch für Bürgerinnen und Bürger (kostenfrei) möglich, ihre Anregungen und Bedenken zur Planung zu Protokoll zu geben oder bei der Stadt schriftlich abzugeben.

Um die "Öffentlichkeit frühzeitig zu beteiligen" findet am Mittwoch, den 2. November 2005 um 19.30 Uhr im Hörsaal der GSI, Planckstraße 1 in Darmstadt-Wixhausen, eine Bürgerinformationsveranstaltung statt.

Zu dieser Bürgerversammlung können alle Interessierten gehen. Die Planung wird vorgestellt und Bürgerinnen und Bürger können ihre Fragen, Anregungen und Bedenken vortragen.


Anregungen des BUND aus Scoping-Termin

Der BUND hatte im vorgeschalteten Scoping-Termin im Jahr 2004 (= schauen, was für die Planung an Unterlagen und Gutachten mindestens erforderlich ist) und zum Vorentwurfsverfahren im Januar 2005 weitreichende Vorschläge geäußert.

Diese betrafen unter anderem die Minimierung des Eingriffes in den Wald, die Minimierung der Eingriffe in die Umgebung mit besonderer Berücksichtigung seltener Amphibienarten, das Grundwasser- und Niederschlagswasser-Management, die Beurteilung der Radioaktivitätsabgabe an die Umgebung, die Rückgewinnung von Energie (für die wissenschaftlichen Versuche sind einige MW an elektrischer Energie erforderlich), die Anbindung der GSI an den ÖPNV, die Sicherung der Radwegeverbindung und Hinweise für Ausgleichsmaßnahmen, die ob der langen Bauphase nach Ansicht des BUND mindestens zeitgleich mit den Eingriffen einsetzen sollten. Außerdem hält der BUND ein Monitoring für erforderlich.


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