BUND Ortsverband DarmstadtDas Faltblatt des BUND: Wespen und Hornissen - nützlich und meist harmlosUmsiedeln statt TötenWissenswertes und Tipps zum Umgang mit Wespen und HornissenDenn, Wespenschutz und Hornissenschutz kann man lernen.
Inhalt dieser SeiteWespen sind besser als ihr Ruf Tipps zum Umgang miteinander Vorsichtsmaßnahmen im Freien Verhaltensregeln in der Nähe eines Wespennestes >...und außerdem Wenn doch einmal zugestochen wurde Wespen- und Hornissenberatung vom BUND mit Adressen Was unseren Wespen beim Überleben hilft Schützenswerte Hornissen und Wespen brauchen Ihre Hilfe, um Leben & Lebensräume zu erhalten Impressum und Fotohinweise Das Faltblatt des BUND zum Runterladen Wespen sind besser als ihr RufIn Deutschland gibt es 16 Arten der so genannten staatenbildenden, sozialen Faltenwespen, in besiedelten Bereichen kommen meist nur sechs davon vor und lästig werden dem Menschen nur zwei, die „Gewöhnliche Wespe“ und die „Deutsche Wespe“.Grundsätzlich stehen alle wildlebenden Tiere, somit auch Wespen, unter dem allgemeinen Schutz des Bundesnaturschutzgesetzes. Sie dürfen ohne vernünftigen Grund nicht getötet werden. Hornissen und Hummeln sowie alle Wildbienen stehen als Einzelarten unter besonderem Schutz; Maßnahmen an deren Nestern erfordern immer einer Genehmigung durch die Naturschutzbehörde. Wespen und die zur Familie gehörenden Hornissen haben eine wichtige Funktion im Ökosystem. Bis zu 3.000 Fliegen, Mücken, Raupen, Motten, Spinnen und andere Kleintiere, die am Kuchentisch, bei der Grillparty, in Feld und Flur auch lästig werden können, vertilgt ein kleiner Wespenstaat am Tag. Darüber hinaus bestäuben Wespen Pflanzen, beseitigen frische Tierkadaver und dienen anderen Tieren als Nahrungsgrundlage. Wespen leben nur einen Sommer lang. Alle Wespen verlassen im Herbst ihr kunstvoll aus klein gekautem Holz und Speichel gebautes Nest und sterben. Nur junge Königinnen suchen sich eine geschützte Unterkunft zum Überwintern, kommen aber im darauf folgenden Frühjahr nicht zum alten Nest zurück sondern gründen im Frühjahr mühevoll einen neuen Wespenstaat. ![]() Versteckt im Gebüsch, stets im Freien befindet sich das kunstvolle Nest der Mittleren Wespe In mehr als 80 Prozent der Fälle kann nach einer persönlichen Wespenberatung die Beseitigung der kunstvollen Behausungen im Dachgebälk, Gartenhäuschen, Rollladenkasten, an der Terrasse oder in der Hecke vermieden werden. Kleine Eingriffe der Wespenexperten helfen, das Einflugloch zu verlegen oder das Nest zu ummanteln. Nur selten müssen Nester umgesiedelt oder, wenn gar nicht zu umgehen, vernichtet werden. zurück zum Seitenanfang TIPPS
Einfache Verhaltensregeln erleichtern das Miteinander und die Beobachtung der interessanten Tiere. Hier: Hornisse auf der Hand von Wespenberaterin Brigitte Martin vom BUND Vorsichtsmaßnahmen im Freien bei umherfliegenden Wespen
Verhaltensregeln in der Nähe eines Wespennests![]() Hornissennest im Scheunendachstuhl - sorgsam pflegen Arbeiterinnen die Larven
...und außerdem
wenn doch einmal zugestochen wurdeSchwarz-gelb ist gefährlich, aber das wird es – außer für Allergiker – erst bei mehr als 100 bis 170 Stichen pro Kilogramm Gewicht. Ein Kind von 50 kg kann mehr als 5.000 Stiche verkraften – gleichermaßen ob von Wespen, Bienen, Hummeln oder Hornissen. Die panische Angst, die viele schon beim Anblick eines Wespennestes oder einer einsamen Hornisse überfällt, ist somit rein medizinisch unbegründet.
Wespen- und Hornissenberatung vom BUNDIn Darmstadt bekommen Sie Rat und Hilfe (Beratung, fachgerechte Nestummantelung/Verändern der Flugrichtung bzw. Umsiedlung) vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Landesverband Hessen e.V., Ortsverband DarmstadtBrigitte Martin, Dreieichweg 11, 64291 Darmstadt, Fon 06151 37931 eMail brigitte.martin@bund.net Fachgerechte Umsiedlung (beruflich/professionell) im Rhein-Main-Neckar-Gebiet Firma Björn Kleinlogel, Hochstraße 16, 64283 Darmstadt Fon 06151 44658 Fax 06151 422779 Weitere Adressen von WespenberaterInnen bei Ihrer Gemeinde- oder Stadtverwaltung und den Unteren Naturschutzbehörden zurück zum Seitenanfang Was unseren Wespen beim Überleben hilftReich strukturierte Landschaften mit Wasserstellen, vielen Blütenpflanzen auf (Streuobst-) Wiesen, in Feldgehölzen, in Feld und Rain, Wälder mit alten, dicken und auch abgestorbenen Bäumen sowie naturnahe Gärten ohne Giftanwendung sind die besten Refugien für unsere Wespen, aber auch für viele andere Tiere, die es zu beobachten und zu schützen lohnt.Wespen brauchen eiweißreiche Nahrung für die Aufzucht ihrer Brut, hierfür jagen sie Insekten und verfüttern auch Fleisch von toten Tieren, so dass sie wichtige Schädlingsregulierer sind und der Ausbreitung von Krankheiten entgegenwirken. Erwachsene Wespen benötigen Kohlehydrate, welche sie bevorzugt von Blüten oder – wenn es nicht genügend davon gibt – auch von süßen Früchten naschen. Die meist friedfertigen Hornissen bevorzugen Blütennektar und Baumsäfte, sie gehen nicht an Pflaumenkuchen.
links: Eine Hornisse nascht an einer EfeublüteVon Wespen bevorzugt werden Blüten mit frei zugänglichem Nektar und wenig ausgeprägtem Duft. Beispiele sind Dill, Petersilie und Schafgarben, Glockenblumen, Spitzblättrige Zwergmispel, Berberitze, Rachenblütler wie die Braunwurz und Fassadenbegrüner wie der spät blühende Efeu oder der Wilde Wein. Je nach Art brauchen Wespen für den Nestbau selten gewordene natürliche Höhlen alter Bäume, Erdhöhlen im Boden, dichte Hecken – insbesondere für das freihängende Nest der gefährdeten Mittleren Wespe – oder den Unterschlupf im Schuppen. Wespen- und Hornissenkästen werden ebenfalls gerne angenommen. Diese sollten nicht in der Nähe starker Lichtquellen aufgestellt werden, da Wespen und Hornissen auch nachtaktiv sind und das Licht sie irritiert. Schützenswerte Hornissen und Wespen brauchen Ihre Hilfe, um Leben & Lebensräume zu erhaltenIhre Spende dient zur Finanzierung von
Unser SpendenkontoSpendenkonto des BUND Hessen für alle Wespenfreundinnen und WespenfreundeBUND Hessen • Konto 369 853 Frankfurter Sparkasse • BLZ 500 502 01 Stichwort „Wespen“ Ab 50 Euro erfolgt eine gesonderte Spendenbescheinigung, darunter gilt der Einzahlungsbeleg als Nachweis für das Finanzamt. Über Dauerspenden freuen wir uns besonders. Mehr Infos über den BUND Hessen und weitere Links im Internet www.bund-hessen.de Impressum des Faltblattes und des Textes auf dieser SeiteBund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Landesverband Hessen e.V.Triftstraße 47 • 60528 Frankfurt • Telefon 069 677376-0 eMail bund.hessen@bund.net Internet www.bund-hessen.de mit zahlreichen Links zu weiteren Informationen Alle Rechte zur Vervielfältigung des Faltblattes über den privaten Gebrauch hinaus liegen beim BUND Hessen e.V. Konzept & Gestaltung: Brigitte Martin, BUND Hessen/BUND Darmstadt Inhaltliche Unterstützung: Diplom-Biologe Björn Kleinlogel, Darmstadt Fotos: Erik O. Martin, Darmstadt Wir bitten, bei Verwendung von Fotos den Namen des Fotografen "Erik. O. Martin/BUND Hessen" anzugeben. Anfragen für Fotos in größerer Auflösung und Druckqualität sowie Übernahme von Fotos und Texten: eMail brigitte.martin (at) bund.net
zurück zum Seitenanfang |
|||||
| Impressum | zum Seitenanfang | ||||