BUND Ortsverband Darmstadt

Vögel füttern im Winter ?

Gerade im Winter haben viele Menschen das Bedürfnis, Vögel zu füttern. Leider herrscht häufig der Irrglaube vor, dass die Vögel das Futter zum Überleben brauchen. Wie man helfen kann, ohne zu füttern und in welchen Fällen eine Fütterung sinnvoll ist, erfahren Sie auf dieser Seite.

Der BUND bietet zum Thema auch eine Broschüre Vögel im Winter (Preis 2,20 Euro + Versandkosten) an. Zu bestellen im BUNDladen, unter >BUNDladen >Für Vögel >Vögel im Winter, www.bundladen.de oder unter
Telefon: 030 275864-80
FAX: 030 275864-66
E-Mail: bundladen@bund.net

Inhalt der Broschüre: Antworten auf häufige Fragen von Gartenbesitzern wie: Soll man überhaupt füttern? Wenn ja, was? Wie füttert man an welchem Platz?

Ein Faltblatt zum Thema können Sie sich am Ende dieser Seite runterladen und ausdrucken.
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Download     Faltblatt Vögel füttern im Winter? PDF-Datei, ca. 600 KB

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Natürliches Vogelfutter sammeln

Wer im Winter im eigenen Garten Vögel beobachten und auf das Füttern nicht verzichten will, kann bei einem herbstlichen Spaziergang natürliches Vogelfutter sammeln. So vermeidet man laut BUND die Verpackung und den Transport gekauften Futters sowie die Einfuhr und Verbreitung der „Ambrosia-Pflanze“. Gerade das billige Vogelfutter aus Osteuropa ist häufig mit den Samen der so genannten Asthmapflanze verseucht. Ihre Pollen sind aggressiv und lösen verstärkt Allergien aus.

Beeren von Weißdorn, Holunder, Sanddorn, Eberesche und Schlehe sind besonders bei Amsel und Wacholderdrossel beliebt. Grünfink, Sperling und Dompfaff bevorzugen die Körner verschiedener Getreidesorten und die Samen von Gräsern, Kletten, Brennnesseln, Disteln, Ampfer und Löwenzahn. Auch Sonnenblumenkerne, Kürbissamen, Bucheckern sowie Wal- und Haselnüsse werden von ihnen gerne gefressen. Blau- und Kohlmeisen ernähren sich sowohl von Beeren als auch von Körnern.

Die Früchte sollten nicht in der Nähe von Straßen oder frisch gespritzten Feldern gesammelt werden.

Bei Amsel und Wacholderdrossel ist u.a. Sanddorn besonders beliebt. Foto: www.pixelio.de


An einer Stelle nicht alles abernten, da den Vögeln hier sonst die natürliche Nahrungsquelle verloren geht. Die Beeren können eingefroren oder auf einem Kachelofen oder Heizkörper über mehrere Tage getrocknet werden. Das getrocknete Vogelfutter ist fertig, wenn sich die Beeren wie zähes Leder anfühlen und sie keine feuchten Stellen mehr aufweisen. Besonders haltbar wird das selbst gemachte Vogelfutter, wenn es in einem einfachen Leinenbeutel kühl und trocken aufbewahrt wird.

Generell gilt laut BUND: Bei der Vogelfütterung sollte man maßvoll und sachgerecht vorgehen. Erst wenn die natürlichen Nahrungsquellen für Vögel knapp werden – also bei einer dauerhaft geschlossenen Schneedecke und anhaltendem Frost – sollte das Futter ausgestreut werden. Weitere Informationen dazu in der BUND-Broschüre „Vögel im Winter – Wie Sie ihnen am besten helfen können“; Bestellbar für Euro 2,20 per Telefon unter 030/27586-480 oder im Internet unter http://www.bundladen.de/

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Ein Garten für Vögel im Winter

Viele Gartenbesitzer machen sich im Herbst ans Aufräumen. Doch zuviel Ordnungsliebe kann für Vögel und andere Kleintiere schädlich sein.

Um die Artenvielfalt zu erhalten, sollten Gärten im Winter ausreichend natürliche Nahrungsquellen bieten. Wichtig ist zum Beispiel, dass Gartenstauden nicht geschnitten werden. In hohlen Stängeln, Blattachsen und Blütenresten überwintern viele Insekten, von denen sich Weichfresser wie Rotkehlchen, Kleinspechte und Zaunkönige ernähren. Die Samenstände der Stauden dienen Körnerfressern wie Finken, Ammern und Zeisigen als Nahrung.

Laub sollte auf Beeten oder unter Gehölzen verteilt, aufgeschichtet oder kompostiert werden. In Laub- und Komposthaufen können Igel, Kröten, Schmetterlinge und andere Kleinlebewesen überwintern. Außerdem bieten sie Zaunkönigen und Heckenbraunellen hervorragende Brutplätze.

Mit natürlichen Nahrungsquellen ist den Vögeln weit mehr geholfen als mit Vogelfutter. Die Winterfütterung, die von manchen Herstellern sogar schon ab September empfohlen wird, begünstigt einige wenige Vogelarten und verändert deren Verhalten. Sie erhöht das Risiko der Übertragung von Krankheiten.

Und sie führt dazu, dass der Konkurrenzkampf im Frühjahr um Nahrung und Nistplätze umso härter wird. Darunter leiden einige empfindliche und seltene Vogelarten. Wenn zum Beispiel der Trauerschnäpper aus seinem Überwinterungsgebiet zurückkehrt, haben die Meisen, die das bereitgestellte Futter sehr gut aufnehmen, viele Nester längst besetzt.

Wer trotzdem nicht auf das Füttern verzichten will, zum Beispiel um frei lebende Vögel aus der Nähe zu sehen oder mit Kindern zu beobachten, sollte maßvoll und sachgerecht vorgehen. Erst bei einer dauerhaft geschlossenen Schneedecke und anhaltendem Frost werden die natürlichen Nahrungsquellen für Vögel knapp.

Auf keinen Fall sollten Speisereste verwendet werden, denn sie enthalten Gewürze und Salz, die für Vögel tödlich sein können. Körnerfresser bevorzugen Sonnenblumenkerne und Getreidekörner, Weichfresser Obst, Rosinen und Wildbeeren.

Eine Broschüre über „Vögel im Winter“ ist für 2,20 Euro im BUNDladen unter 030-27586-480 oder unter www.bundladen.de erhältlich.

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