 Zerbrechlicher Blasenfarn und Mauerraute (Foto: M. Süßer)
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Juli 2006 – Mauer oder Fels? Ist mir doch egal!
Mauer-Farne sind Spezialisten
Viel Gestein, schmale humusgefüllte Ritzen, extreme Hitze in der Sonne, wenig Wasser.
So lassen sich Felsen beschreiben – und auch Mauern! Mauern sind die künstlichen Felsen der Stadt.
Kein Wunder, dass auf städtischen Mauern typische Farne der natürlichen Felsen wachsen: Mauerraute, Brauner Streifenfarn, Hirschzunge und Zerbrechlicher Blasenfarn.
Farne wachsen im Wald und brauchen viel Feuchtigkeit?
Nicht immer! Manche Farne können auch vollkommen austrocknen und beim nächsten Regen wieder Wasser aufnehmen. Dies ist eine vorteilhafte Eigenschaft, um auf Mauern zu überleben. So überdauern sie auch die heißesten Sommertage.
Junger Mörtel ist so aggressiv, dass keine Pflanzen darauf wachsen können.
Erst nach mehreren Jahrzehnten können Farne und andere Pflanzen Wurzeln schlagen.
Trockenmauern – also Mauern ohne Mörtel – können dagegen sofort bewachsen werden.
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 Nestwurz (Foto: M. Süßer)
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Juni 2006 – Unscheinbarer Schmarotzer
Die Nestwurz, eine gefährdete Orchidee
Man muss schon genau aufpassen, um diese unscheinbare Pflanze nicht zu übersehen. Die Nestwurz (Neottia nidus-avis) ist eine Orchidee, die kein eigenes Blattgrün ausbildet und daher keine Photosynthese betreiben kann. Stattdessen ist sie auf einen Wurzelpilz angewiesen, der sie mit Wasser, Nährsalzen und Zuckern versorgt.
Als Schattenpflanze wächst die Nestwurz gerne in Laub- und Kiefernmischwäldern auf frischen Lehmböden. Im Raum Düsseldorf ist sie in den Wäldern östlich Düsseldorfs und rund um Mettmann zu finden.
Die Nestwurz ist geschützt und gilt in Nordrhein-Westfalen als gefährdet. Sie war Orchidee des Jahres 2002.
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 Foto: NABU/
A. Limbrunner, Dachau
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Vogel des Jahres 2003

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Mai 2006 – Rückkehr der Mauersegler
Luftakrobat und Langstreckenflieger
Von einem Tag auf den anderen hat sich in Düsseldorf etwas verändert. Was war das nur noch? Richtig, das schrille Geschrei der Mauersegler erfüllt wieder die Straßen und Innenhöfe der Stadt. Nachdem die mit unseren heimischen Schwalben nicht verwandten Flieger den Winter im tropischen Afrika verbracht haben, kehren sie Anfang Mai nach Mitteleuropa zurück. Viele tausend Kilometer haben sie dann hinter sich gebracht, pausenlos in der Luft – offensichtlich können sie sogar im Flug schlafen.
Jetzt beginnen sie, auf Türmen und unter Dächern ihre Nester aus unterschiedlichem Nistmaterial, das sie mit Speichel verkleben, zu bauen. Abwechselnd brüten Männchen und Weibchen. Dazwischen jagen sie fliegend unter Geschrei nach Insekten. Bereits im Juli/August verlassen uns die rasanten Flieger wieder – um im darauffolgenden Jahr pünktlich wieder die Stadt in Beschlag zu nehmen.
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 Eichelhäher
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Oktober 2005 – Vorrat für den Winter
Der Eichelhäher sorgt vor
Jetzt im Herbst, wenn die Eicheln reifen, legt der Eichelhäher wieder seine Wintervorräte an. Der rotbraune Vogel mit seiner auffälligen leuchtend blauen Flügelzeichnung sammelt neben Eicheln auch Bucheckern und Nüsse. Er versteckt sie als Wintervorrat in Depots zwischen Laub und Wurzeln. Wenn im Winter seine sonstigen Nahrungsquellen, wie Insekten, Jungvögel und Mäuse seltener werden, bedient er sich aus seinen Verstecken.
Nur ist der an seinem "rätschenden" Warnruf gut zu erkennende Vogel manchmal doch etwas vergesslich. Nicht alle seiner im Herbst versteckten Eicheln gräbt er im Winter wieder aus. Die vergessenen Samen keimen dann im Frühjahr.
Da die Eicheln aufgrund ihres Gewichts normalerweise nur nahe am Baum zu Boden fallen, profitiert die Eiche von der Vergesslichkeit des Eichelhähers. Der Vogel sorgt so für eine weite Verbreitung der Samen.
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