Die Elbe in Hamburg

Bundesweit engagieren sich Naturschutzverbände wie BUND, NABU, Rettet die Elbe e.V. sowie zahlreiche Bürgerinitiativen für den Schutz der naturnahen Ufer und Auwälder der Elbe. Von der Quelle bis Geesthacht ist die Elbe nahezu unverbaut und stellt damit neben der Oder die große Ausnahme in Europa dar!

Es gibt ein großes Interesse an der Bewahrung und Wiederherstellung der ökologisch wertvollen Elblandschaft. Dies zeigt die zunehmende Zahl von Anfragen bei den Verbänden und auch die rege Beteiligung an Informations-Exkursionen an die Elbe.

Gerade im ökologisch bedeutsamsten Teil des Flusses, dem Stromspaltungsgebiet der Flussmündung (Ästuar) bei Hamburg, finden wir eine europaweit einzigartige Ausprägung der Flusslandschaft vor, auf die ein besonderes Augenmerk liegen sollte: die Süßwasser-Tideauwälder mit weltweit nur hier vorkommenden Pflanzenarten.

Es ist erstaunlich, dass sich die lokale Politik regelrecht konträr zum allgemeinen Interesse verhält und weiter auf alte Fehler wie den Ausbau der Elbe und eine erneute Elbvertiefung setzt. Diese naturfeindliche Strategie wird beibehalten, obwohl bekannt ist, dass sich Flüsse nicht einfach jeder neuen Schiffsgeneration anpassen lassen, sondern Raum brauchen. Naturbelassene Flüssen mit angrenzenden Auen sind der beste Hochwasserschutz - niemand bestreitet das mehr ernsthaft.

Die Verantwortlichen in der Europäischen Union haben aus alten Fehlern und jungen Flutkatastrophen gelernt. Mit der im Jahr 2000 verabschiedeten neuen EU-Wasserrahmenrichtlinie ist die Umweltpolitik Europas derjenigen der einzelnen Elbanrainerländer weit voraus und wegweisend.

Das Ziel ist eine ökologisch intakte Flusslandschaft, die durch nachhaltige Nutzung erhalten bleibt und zu unserer Lebensqualität beiträgt.

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