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Privatisierung des Trinkwassers in Kolumbien!

Die Kolumbianer wehren sich gegen diese Katastrophe

Wir unterstützen COSMOS


In seinem Brief vom 6. März 2008 beschreibt Néstor Ocampo von der Fundación Ecológico Cosmos, was viele Kolumbianer derzeit bewegt: Die komplette Privatisierung der Trinkwasserversorgung im Land. Es ist der vorläufige Gipfel einer Privatisierungswelle, die den Kolumbianern allmählich das Gefühl vermittelt, dass ihr Heimatland und alles, was sie trotz der allgemein schwierigen Situation aufgebaut haben, verscherbelt wird – hauptsächlich an ausländische, international operierende Multis.



Mit der Privatisierung der Trinkwasserversorgung scheint den Kolumbianern jetzt aber der Kragen zu platzen. Es hat sich landesweit ein starke Initiative für eine Volksabstimmung zum Schutz des Wassers als Grundrecht und Allgemeingut gebildet. Dieser Schutz soll in der kolumbianischen Verfassung festgeschrieben werden. Ein hohes Ziel und ein langer Prozess! Aber die erste Hürde ist genommen, jetzt folgt die zweite Phase des Prozesses, in der 1,5 Millionen Unterschriften für das Referendum gesammelt werden müssen.



Die Fundacion Ecológica Cosmos macht bei der Kampagne mit, gibt es doch schon schlechte Erfahrungen in Calarcá mit der Privatisierung der Trinkwasserversorgung. Außerdem soll Calarcá die erste Gemeinde werden, in der „Vorauszahlkarten“ eingeführt werden. Néstor schreibt:



"Hier im Quindío veranstalteten wir die letzte Woche das erste Treffen für das Wasser und das Leben und gründeten ein Komitee auf Departamentoebene als Impuls für die Volksabstimmung. Es nahmen 120 Personen teil, 34 Organisationen und Personen von allen Gemeinden des Departamentos. Jetzt wollen wir Gemeindekomitees gründen und Leute fit machen, die für die Volksabstimmung werben. Wir erklären den Menschen die Problematik mit dem Wasser in Kolumbien und lassen entsprechende Texte zirkulieren. Im Internet gibt es gute Informationen dazu.

Wir wollen hier im Quindío große Anstrengungen unternehmen. Persönlich möchte ich beispielsweise das Auto mit den Emblemen der Kampagne bemalen und damit in verschiedenen Gemeinden in Parks, auf Plätzen und in Straßen Unterschriften sammeln und mit den Leuten über das Thema Wasser sprechen.


Was meint ihr, können wir dabei mit eurer Unterstützung rechnen, egal welcher Art? Gibt es bei euch jemanden, der sich für das Referendum interessiert? Jeder Euro kann uns hier helfen, dafür Werbung zu machen, Infomaterialien zu erstellen und im Quindío herumzureisen. Es geht auch um Ideen für Aktionen. Ihr habt doch viel Erfahrung mit öffentlichen Kampagnen, die uns als Beispiel dienen könnte. Im Moment spreche ich darüber im Radio und im Fernsehen. Auch in unserem eigenen Programm Meridiano ambiental werden wir das Thema in den nächsten Monaten zum Schwerpunkt machen."



Der BUND Heidelberg wird Cosmos unterstützen! Beispielsweise durch die Veröffentlichung von Solidaritätsbekundungen, denn der BUND hat sich auf höchster Ebene ebenfalls klar gegen eine Privatisierung der Trinkwasserversorgung ausgesprochen.

Und wir wollen durch Spenden helfen! Machen Sie mit?


Wenn Sie mithelfen möchten, können Sie entweder auf unten genanntes Konto einen Spendenbetrag überweisen oder uns formlos beispielsweise per E-mail eine Einzugsermächtigung bei Ihrer Bank erteilen. Teilen Sie uns mit, wenn Sie eine Zuwendungsbestätigung möchten. Bei einem Betrag bis 200 Euro genügt dem Finanzamt in der Regel der Kontoauszug.



E-mail: bund.heidelberg@bund.net

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