Das Heidelberger Wäldchen in Brasilien
Einst erstreckten sich die brasilianischen Küstenregenwälder, die „Mata Atlântica“, von der Grenze nach Uruguay im Süden ca. 2500 km nach Norden. Bereits 94 Prozent dieser Wälder, die zu den artenreichsten der Welt gehören, fielen dem Raubbau zum Opfer.In einem Gemeinschaftsprojekt mit APREMAVI, einer brasilianischen Umwelt-organisation, wollen der BUND und das Agenda-Büro der Stadt Heidelberg ein „Heidelberger Wäldchen“ im Süden Brasiliens pflanzen. APREMAVI setzt sich seit 1988 für den Schutz der restlichen Wälder ein und führt Projekte zur Wiederaufforstung der Mata Atlântica durch. Dafür hat die Organisation eine große Baumschule mit einer Produktion von inzwischen 1.000.000 Setzlingen im Jahr aufgebaut, die 120 (!) verschiedene heimische Baumarten anbietet. Ein wichtiger Aspekt der Arbeit von APREMAVI ist die Umwelterziehung, denn eines der größten Probleme ist die mangelnde Information der Bevölkerung. In einem Schulungszentrum finden Seminare und Kurse statt, die über die Bedeutung der Wälder für die Umwelt und für den Menschen sowie über eine ökologische Waldnutzung aufklären. Jährlich werden hier über 1000 Besucher empfangen, darunter Landwirte, Facharbeiter, Lehrer und Schüler. Bei dem für das Heidelberger Wäldchen vorgesehenen Areal handelt es sich um ein Gelände der Gemeinde Atalanta im Bundesstaat Santa Catharina, 800 km südlich von São Paulo. Hier entsteht der „Parque Mata Atlântica Ano 2000“. Das Heidelberger Wäldchen wird um einen 41 Meter hohen Wasserfall im Zentrum des Parks gepflanzt.
Bilder vom Heidelberger Wäldchen
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