Recyclingpapier an der Uni HeidelbergEliteuni Heidelberg?Das aktuelle Projekt widmet sich der Universität Heidelberg. Wir wollen, dass ein beträchtlicher Anteil, der Unmengen von Blättern, die hier verbraucht werden, in Zukunft aus Recyclingmaterial bestehen. In den letzten Jahren ist hier die Recyclingquote leider kontinuierlich auf geringe Mengen zurückgegangen. Erstaunlicherweise gibt es selbst bei Studenten, die ansonsten Umweltthemen gegenüber sehr aufgeschlossenen sind, kaum Bewusstsein für die Problematik. Selbst einfache Kopien werden auf weißem Papier gemacht. Dabei machen es andere Unis vor: In Münster hat die Universität komplett auf Recyclingpapier umgestellt, in Freiburg wird die Umstellung vorbereitet. Unser Projekt gestaltete sich anfangs schwieriger als gedacht. An der Universität Heidelberg gibt es keine zentrale Beschaffungsstelle mehr; alle Institute ordern selbständig über einen zentralen Zwischenhändler. Diese einzeln von den Vorteilen der Umstellung auf Recyclingpapier zu überzeugen, ist eine mühevolle Arbeit. Auf die Verträge kommt es an Die Lieferverträge für Papier werden von der Universitätsverwaltung regelmäßig neu ausgeschrieben. Ein Ansatzpunkt eröffnet sich nun darin, in diese Verträge umweltfreundliche Klauseln einzubringen. Dies ist bisher schon bei den Serviceverträgen mit Drucker- und Kopiererfirmen der Fall. Hier dürfen bei der Nutzung von Recyclingpapier keine Extrakosten berechnet werden. Verhandlungen mit der Universitätsverwaltung erbrachten einen weiteren möglichen Schritt: Per Senatsbeschluss soll Recyclingpapier zur allgemeinen Nutzung an der gesamten Uni empfohlen werden. Der Vorteil liegt darin, dass eine solche Richtlinie für alle Institute gilt und sich darüber hinaus auf die Vertragsverhandlungen der Universitätsverwaltung auswirkt. Der Antrag, der in den Senat eingebracht werden soll, wird derzeit vorbereitet. Die bisherigen Gespräche stimmen positiv. Auch da die Argumente für Recyclingpapier bestechend gut sind, sehen wir gute Chancen, dass ein solcher Antrag verabschiedet wird. Copy Light In der Universität etwas zu erreichen bedeutet viel, denn dort wird in Heidelberg am meisten Papier benötigt. Wir wollen jedoch nicht ruhen, selbst, wenn wir dort große Erfolge erzielen. Ein Folgeprojekt ist schon in Planung: Die Neuauflage der Aktion „Copy Light“ zusammen mit einem Einkaufführer, in dem der Bürger erfahren kann, wo er in Heidelberg Recyclingpapier kaufen kann und welche Druckereien und Kopierläden es im Sortiment führen. Die Liste der Geschäfte, die Recyclingpapier führen, ist in den letzten Jahren deutlich kleiner geworden. Dieser Trend muß umgekehrt werden, wenn wir die Wälder unserer Erde erhalten wollen. |
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