Eine Plastikente, Bettwäsche und ein rostiges Fahrrad
Zu einer Kanufahrt der besonderen Art hatte der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) in Heidelberg am vergangenen Sonntag geladen. Unterstützt vom Veranstalter 100% Kanu + Bike, der die Boote stellte, konnten Heidelberger Bürgerinnen und Bürger an einer kostenlosen Paddeltour teilnehmen. Sie haben gemeinsam mit der Umweltgruppe geholfen, den Fluss von Unrat zu befreien. Die Neckar-Putzaktion war eine von vielen Aktivitäten im Rahmen des Projektes Aktion unverpackt, das der BUND Heidelberg seit mehreren Jahren gemeinsam mit dem Amt für Abfallwirtschaft und Stadtreinigung durchführt. BUND-Geschäftsführerin Brigitte Heinz: Wir haben die Aktion nun zum vierten Mal durchgeführt und mussten diesmal deutlich weniger Müll einsammeln. Ein schöner Erfolg für die jährliche Säuberungsaktion. Trotzdem haben die 20 Helferinnen und Helfer noch zwei Kubikmeter Treibgut aus den Uferböschungen geholt: Flaschen, alte Schiffsseile, Plastikmüll und sogar eine Zudecke und ein altes Fahrrad. Mit den Kanus waren auch schwer zugängliche Uferabschnitte erreichbar. "Der BUND hilft mit der Aktion nicht nur dem Ökosystem Fluss, sondern auch dem Image Heidelbergs, denn schließlich ist der Neckar auch ein Aushängeschild für Heidelberg und wird von zahlreichen Touristen mit Schiffen befahren", so Heinz. Thomas Dierolf von 100% Kanu + Bike unterstützt die Aktion mit viel Engagement. Wir veranstalten regelmäßig Kanutouren auf dem Neckar. Immer wieder ärgern wir uns über den Müll, der sich am Ufer sammelt. Die gemeinsame Aktion mit dem BUND habe dazu beigetragen, die Situation wesentlich zu verbessern und sei wieder ein voller Erfolg gewesen. Es ist daher abgemacht, dass die Paddeltour für eine saubere Umwelt auch im nächsten Herbst wieder stattfinden soll. Wir bedanken uns bei Kanu&Bike für die Unterstützung. Hexentanz auf dem Müllberg
Im Rahmen unserer AKTION UNVERPACKT – unseres kreativen Dauerbrenners gegen Verpackungsmüll und Getränkedosen – fanden auch in diesem Jahr wieder verschiedene öffentlichkeitswirksame Aktionen statt. Im Frühjahr haben wir uns wieder die Thingstätte auf dem Heiligenberg vorgenommen. Seit Jahren wird auf dem Heiligenberg in der Nacht zum 1. Mai die Walpurgisnacht gefeiert. Die nicht organisierte und von Seiten der Stadt nicht genehmigte Feier hat inzwischen Kultstatus erreicht. Bis zu 14.000 Jugendliche pilgerten in den letzten Jahren auf den Berg. Die Atmosphäre auf der Thingstätte ist jedes Mal überwältigend, ebenso allerdings die unvorstellbaren Mengen Müll, die den Heiligenberg vor unserem „Eingreifen“ am 1. Mai immer zierten. Denn da es keinen Veranstalter gibt, gibt es auch keine Infrastruktur wie Mülltonnen oder Toiletten. Wir haben deshalb vor vier Jahren ein umfassendes Anti-Müll-Konzept erarbeitet und uns pfiffige Aktionen einfallen lassen, um das Bewusstsein der Leute zu schärfen und das Müllproblem zu reduzieren. |
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