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Springkraut und Knöterich

„Neophyten“ sind „neue“, nichtheimische Pflanzen, die aus Übersee eingeschleppt wurden. Neben vielen Arten, denen heute eine große Bedeutung als landwirtschaftliche Nutzpflanzen zukommt (z.B. Mais oder Kartoffel) gibt es zahlreiche ausbreitungsstarke „Problem-Neophyten“. Zu ihnen zählen z.B. der Japanische Staudenknöterich, das Indische Springkraut, Riesenbärenklau, Ambrosia, Topinambur und Goldrute. Sie haben hierzulande keine natürlichen Gegenspieler, so dass sie rasch dominante Bestände bilden, einheimische Arten verdrängen und damit die Biodiversität gefährden. In Zeiten der Globalisierung hat der Mensch die Ausbreitung so massiv verstärkt und beschleunigt, dass fremde Arten in Gebiete gelangt sind, die sie von selbst nicht hätten erreichen können, und sich dort schnell vermehren.
Im Auftrag der Stadt Heidelberg führte der BUND in den letzten Jahren an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet Bekämpfungsmaßnahmen gegen den Japanischen Staudenknöterich, das Indische Springkraut und den Riesenbärenklau durch – insbesondere im Kreuzgrund in Ziegelhausen und im Mühltal in Handschuhsheim. Im Kreuzgrund konnten wir die flächendeckenden Springkrautbestände aus den 90er Jahren inzwischen weitgehend verdrängen. Da das einjährige Springkraut ein großes Samenpotenzial hat, muss es vor der Samenreife ausgerissen werden. Dabei ist es wichtig, dass keine Pflanzen übersehen werden, eine erneute Ausbreitung wäre sonst vorprogrammiert. Die Staudenknöterich-Bestände werden bis zu fünfmal im Jahr gemäht bzw. von Hand entfernt.
Auch Gartenbesitzer müssen Vorsorge treffen, denn durch gekaufte Pflanzen, Samen und Wurzelteile können sich Neophyten von ihrem Garten aus verbreiten. Beim Kauf von Vogelfutter sollte zudem auf den Hinweis „Ambrosia-frei“ geachtet werden! Tipps rund um das Thema gibt es bei der Umweltberatung oder auf der Homepage www.neophyten.de.


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