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Ratgeber mit Umwelttipps in Russisch-Deutsch
"Geld sparen & Umwelt schützen"
Ein Integrations- und Umweltprojekt

Das Projektteam, von links: Irina Krivoruk, Irina Schneider, Silke Allenberg vom Verein zur beruflichen Integration und Qualifikation (vbi), Rosivania Couras Del Vecchio Bopp, Irina Rösch mit Tochter Victoria, Ilge Wilhelm vom BUND-Heidelberg, Kira Mirochnyk.
Durch eine hervorragende interkulturelle Zusammenarbeit liegt jetzt beim BUND-Heidelberg der vermutlich erste umfangreiche Ratgeber mit Umwelttipps für den Haushalt in Russisch-Deutsch vor. Geld sparen & Umwelt schützen heißt das gemeinschaftliche Werk von Migrantinnen und Umweltberaterin und Projektleiterin Ilge Wilhelm vom BUND. Der Titel sagt schon aus, was im Mittelpunkt dieser zweisprachigen, sehr gut lesbaren Broschüre steht: Sie zeigt ganz praktisch und detailliert auf, wie man die Umwelt schützen und gleichzeitig eine Menge Geld sparen kann, denn dieser Personenkreis muss oft mit wenig Mitteln auskommen.
Aber nicht nur dieser Aspekt wurde berücksichtigt, sondern auch die allgemeine Wohnsituation und Gewohnheiten dieser Zielgruppe. Außerdem werden Missverständnisse korrigiert. So glauben beispielsweise viele Migranten aufgrund ihrer Erfahrungen aus den ursprünglichen Heimatländern, dass unser Wasser aus dem Wasserhahn nicht zum Trinken geeignet sei. Weitere Themen sind die Abfalltrennung, Wäsche waschen, Reinigen im Haushalt, Lebensmittelmotten, Schimmelvermeidung, und vor allem gibt es viele Tipps zum Sparen von Heizenergie und Strom.
Die Idee für einen zweisprachigen Ratgeber als Integrations- und Umweltprojekt gab es beim BUND-Heidelberg schon lange. Aber erst durch die Mitarbeit von Migrantinnen im Rahmen eines sogenannten „1-Euro-Jobs“ und von Praktikantinnen konnte sie verwirklicht werden.
Die 74-seitige, reich bebilderte Broschüre ist nun in Heidelberg dort ausgelegt, wo russischsprachige Migrantinnen und Migranten vorbeikommen, wie beispielsweise in den Bürgerämtern oder in der Synagoge. Sie kann auch kostenlos beim BUND-Heidelberg angefordert werden (Telefon: 06221/25817, E-Mail: bund.heidelberg@bund.net). Die Themen Abfallentsorgung und Trinkwasser sind zwar auf die konkrete Situation in Heidelberg bezogen, und von den vorgestellten weitergehenden Angeboten der Umweltberatung können nur die Heidelberger Migranten profitieren, aber alle anderen Tipps gelten überall und sind deshalb auch für Nicht-Heidelberger interessant.
Der Ratgeber entstand im Rahmen der von der Stadt Heidelberg geförderten BUND-Umweltberatung. Durch eine Spende konnte der Druck finanziert werden.
Die Ziele und wie es weitergeht
Mit dem zweisprachigen Ratgeber erhofft sich der BUND Heidelberg, dass nun Menschen aus dem angesprochenen Personenkreis den Weg zum BUND Heidelberg finden und somit von dessen kostenlosem Beratungsangebot profitieren können. Vielleicht fühlt sich die Eine oder der Andere auch angeregt, bei der Mahd der Hirschwiese im Mühltal mitzumachen oder die eigenen Kinder bei den spannenden Naturerlebnissen, die der BUND anbietet, teilnehmen zu lassen. Denn am Schluss des Ratgebers werden die Projekte des BUND Heidelberg vorgestellt, bei denen Jeder mitmachen kann.
Ein weiteres Ziel der Broschüre ist, dass sie den Anstoß liefert für die Erarbeitung ähnlicher Ratgeber in weiteren Sprachen, wiederum in interkultureller Zusammenarbeit.
Ansprechpartnerin:
Ilge Wilhelm, Telefon: 06221/25817, bund.heidelberg@bund.net
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