Regionalverband

Weinberghäuschen - Störende Kleinbauten oder wertvoller Lebensraum?

Weinberghäuschen steigern den Wert eines Grundstücks auch für die Natur. Meist ist ein schmaler Streifen um das Häuschen durch den Dachvorsprung vor Regen geschützt. Dort legt der Ameisenlöwe (Euroleon nostras) nicht selten seine Trichterfallen an.

Besteht das Fundament aus trocken vermauerten Natursteinen, wird es regelmäßig von Eidechsen besiedelt. Im Kern des württembergischen Weinbaugebiets von der Mauereidechse, in den Randbereichen von der Zauneidechse.

Im Häuschen überwintern Insekten wie Florfliege und Pfauenauge. Im Sommer brütet in vielen Häuschen der Hausrotschwanz. Eine kleine Öffnung im oberen Bereich und ein Brett als Grundlage für sein Nest reicht ihm.
Meisen sind dagegen anspruchsvoller. Sie bauen ihr Nest nur in eine Höhle. Bewährt hat es sich, den Nistkasten für Meisen innen anzubringen; für die Vögel durch ein Loch in der Wand des Häuschens zugänglich.

Vom Kaiserstuhl kommt die Kunde, dass auch der Wiedehopf gerne in Weinberghäuschen brütet. Bewährt haben sich dort Nisthilfen mit den Maßen
Länge: 50 cm
Höhe: 40 cm
Breite: 30 cm
Durchmesser des Lochs: 6,5 cm
Anbringung des Lochs: Links oder rechts oben.
Die Rückseite abschraubbar.

Der Nistkasten wird bevorzugt unter der Sitzbank innen angebracht mit direktem Zugang durch ein Loch in der Wand des Häuschens.

Die tiefe Anbringung des Fluglochs hat den Vorteil, dass Stare den Nistkasten immer links liegen lassen, Meisen meist. Der Konkurrenzdruck von Seiten der Meisen um die Nisthilfe ist zusätzlich erheblich gesenkt, wenn im Häuschen Nisthilfen für Meisen, evtl. für verschiedene Arten, angebracht sind.

Der Wiedehopf ist bei uns sehr selten geworden. Nachdem der Kaiserstuhl für den Wiederhopf ausgebucht ist, können wir hoffen, dass dieser Vogel wieder in unsere Gegend gelangt. Findet er bei uns Nistgelegenheiten, besteht die Chance, dass er wieder kommt (Ein Brutvorkommen wurde bereits in Streuobstwiesen am Abhang des Schwäbischen Walds zur Hohenloher Ebene beobachtet). Diese Möglichkeit sollten wir ihm bieten.

Da der Wiedehopf Insekten frisst, wird er auch von Weingärtnern/Winzern gerne als Gast im Weinberg gesehen.


Aktuell
Mitglieder-Werbeaktion
Termine
Presse
Aktionen
Projekte
Bündnis Energiewende Heilbronn
Initiative Bürgerbeteiligung Bad Friedrichshall-Kochendorf
Natur hautnah - in einer Welt
Weltgarten
Nützliche Infos
Aus den Ortsverbänden
Nachruf Gudrun Frank
   Impressum zum Seitenanfang   
Content-Management-System by www.mediadreams.org and www.dayone.de