Regionalverband


Der Weltgarten im Kreuzgrund, Heilbronn-Böckingen - Foto: Jürgen Hellgardt



Anfahrt zum Weltgarten (Anklicken für größere Übersicht)


Gelände
Die evangelische Kirchengemeinde im Kreuzgrund (Heilbronn-Böckingen) stellt das erforderliche Gelände bei ihrem Gemeindezentrum am Holunderweg zur Verfügung.
Es ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen.
Auf dem direkt angrenzenden Grundstück betreibt der Verein „ASPIK – Abenteuer-spielplatz im Kreuzgrund“ ein betreutes Spielgelände.


Idee und Ziel
Gemeinsam eine sichtbare, wachsende, mit allen Sinnen begreifbare Welt erschaffen.....
Wir sehen die Erdteile als Beete mit den Umrissen der Weltkarte, genau so, wie wir sie aus dem Erdkundeunterricht her kennen, allerdings mit den jeweils typischen Nutzpflanzen dieser Kontinente.
Dies wird in diesem Jahr alles in Böckingen wachsen - von Heilbronner Kindern und Jugendlichen gepflanzt, gepflegt, geerntet und geschmeckt!


Baumwolle und Kaffee selbst pflanzen? Kürbisgewächse, Quinoa und Amaranth? Was sind Topinambur, Ysop, Mohrenhirse?
Mal eben über die Weltmeere reisen - aus Rindenmulch gestaltet - Tomaten und Kartoffeln in Südamerika besuchen, dann über die Landbrücke Mittelamerikas mit seiner Mischkultur aus Mais, Feuerbohnen und Kürbissen nach Nordamerika und dort die Weizen- und Sonnenblumenfeldern in Augenschein nehmen. Anschließend nach Europa hüpfen und dort die Vielfalt der vielen Kohlarten kennen lernen. Und dann ein kurzer Abstecher ans Mittelmeer mit seinen Kräutern, Zitruspflanzen, Mandelbäumchen und Lorbeersträuchern. Noch weiter nach Süden über die Sahara aus Sand nach Afrika mit Kaffee, Erdnüssen und Yams.


Nur ein Katzensprung weiter liegt Asien mit Soja, Tee und Reis und selbst Australien mit seinen typischen Eukalyptusbäumen ist nicht fern.
Beim Bau und Unterhalt des Gartens erlernen die beteiligten Kinder und Jugendlichen der beteiligten Schulen und anderer Gruppen auf praktischem Weg, gärtnerische Grundkenntnisse. Sie lernen anhand eigener Erlebnisse, was es bedeutet, den Boden nachhaltig zu bewirtschaften und wohl auch wie gut das Selbstgepflanzte schmeckt. Der Weltgarten soll zeigen, dass wir eine gemeinsame Verantwortung gegenüber der Welt und unseren Mitmenschen auch in den ärmeren Ländern haben. Wir setzen damit ein Zeichen gegen Rücksichtslosigkeit und Gleichgültigkeit – für die gemeinsame Verantwortung für unsere Erde.

Ausführung:
Das Gelände bietet ausreichend Platz, so dass der Garten auf einer Fläche von ca. 18 x 29 m gestaltet werden kann.
Die Kontinente bilden die Pflanzbeete. Die Meere werden mit Rindenmulch abgestreut und machen die Kontinente für die Pflege zugänglich.


Die großen Flüsse werden mit blau eingefärbtem Holzhackschnitzel ausgebildet. Wichtige Gebirge z.B. Ural, Rockys, Kilimandscharo werden in einem für Jugendliche offenen Lehmbauworkshop herausgearbeitet.
Zunächst nimmt eine Schulklasse des, in der Nähe ansässigen Elly-Heuss-Knapp-Gymnasiums mit dem städtischen Vermessungsamt die Absteckung der Beete vor. Anschließend sollen die Grenzen der Kontinente mit Steinen eingefasst werden. Dabei soll ein möglichst an der natürlichen Form entlehntes Bild der Kontinente entstehen.

Zur Pflanzzeit im April bzw. Mai werden in den entsprechenden Erdteilen die dort wachsenden Pflanzen gesät bzw. gepflanzt. Dabei sind noch weitere Schulen und Jugendgruppen eingebunden.
Während des Sommers können in tropischen und subtropischen Ländern auch Pflanzen Verwendung finden, die unseren Winter nicht überstehen: Orangenbäumchen um das Mittelmeer, Baumwolle in USA, Afrika und Australien, Reis in Südostasien, Kaffee in Lateinamerika und Ostafrika...
Es werden wichtige Entwicklungszentren der Kulturpflanzen gezeigt.
Auch Nichtkulturland wird dargestellt. Die Sahara mit Sand, die Wüste Gobi mit Steinen, die Antarktis mit weiß gefärbten Holzhackschnitzel und Jura Steinblöcken. Die Tundra Sibiriens wird mit Walderdbeeren und die Taiga durch Koniferenjungpflanzen dargestellt. Dabei wird erfahren, wie begrenzt doch die eigentliche Kulturflächen sind, die für die Ernährung der Weltbevölkerung dienen.
Die großen Gebirgszüge wie der Ural zwischen Europa und Asien, der Himalaya, Ayers Rock in Australien, die Rocky Mountains und die Anden in Amerika, sowie der Kilimandscharo in Afrika werden während eines Lehmbauworkshops herausgearbeitet.
Auch wichtige kulturelle „Weltwunder“, wie die Pyramiden, die Chinesische Mauer oder der Eifelturm sollen in Workshops z.B. während des Jugendaktionstags im Juni 2008 entstehen.
Der Fantasie der Kinder und Jugendlichen wird angeregt; ihr sind kaum Grenzen gesetzt.

Aktionen:
-Im Sommer gibt es mehrmals geführte Begehungen für alle Interessierten.

-Am 21. Juni 2008 findet in Heilbronn-Böckingen ein Jugendaktionstag statt, an dem der Weltgarten einbezogen wird.

-Am 5. Oktober wird gemeinsam mit der Ev. Kirchengemeinde zum Erntedank ein Herbstfest gefeiert, wo der gestaltete Weltgarten besichtigt und die Ernte auch bestaunt werden kann.

Besichtigungspodium
Um diese „Welt richtig betrachten“ zu können, haben die Jugendwerkstätten der Diakonie Heilbronn mit ihrer Schreinerwerkstatt ein Podium aus Holz errichtet, das mit den entsprechenden Informationstafeln versehen wurde.

Projektplanung und –management: Esther Robra (Dipl.Ing. Landespflege)


Kontinente-Stelen (natürlich ohne h)

Die Idee ging auf die Pfingst-Ferien-Freizeit "Leben und (er-)schaffen in einer Welt" im Schaf(f)haus Brackenheim zurück: Dort wurden 5 Holzstelen mit Motiven für je einen Kontinent bemalt. Esther Robra merkte sofort: Sowas passt auch in den Weltgarten. Beim Natur-hautnah-Sommerfest sollten die Stelen für den Weltgarten eigentlich fertiggestellt werden - der Regen machte uns einen Strich durch die Rechnung. Beim Weltgartentag am 17. Juli war es dann soweit: Die bemalten Kontinent-Stelen in den Erdteilen des Weltgartens konnten der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Hier sind Fotos von dreien der Stelen (durch Anklicken lassen sie sich vergrößern):

August 2008:

Südamerika
Südamerika
  Asien
Asien
  Australien
Australien
 


    und auf welchen Kontinent gehört wohl die?
und auf welchen Kontinent gehört wohl die?
     


Vandalismus im Weltgarten

Am Dienstag, 19.08.2008, erlebten die Weltgarten-Betreuer eine hässliche Überraschung: Große Teile von Afrika südlich der Sahara und Südamerika waren geplündert, Melonen zertreten, Paprika zerfetzt und ein Muskatkürbis aufgespießt. Dass Afrika südlich der Sahara und Südamerika geplündert werden, ist wohl ganz realitätsnah. Trotzdem ist diese Zerstörung eine herbe Enttäuschung für alle, die sich um den Weltgarten kümmern. Hier ist der Bericht der Heilbronner Stimme:

Download     Artikel Heilbronner Stimme

Der Weltgarten ist Teil des Projekts "Natur hautnah - in einer Welt"

Unser Projekt "Natur hautnah - in einer Welt" ist Projekt der Weltdekade "Nachhaltigkeit Lernen" 2008-2009

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