RegionalverbandFlurbereinigung
In den frühen 80er Jahren des 20. Jahrhunderts wurden Arbeiten veröffentlicht, in denen der Flurbereinigung die Hauptschuld am Aussterben wildwachsender Pflanzen und freilebender Tiere gegeben wurde. Das Bild der Flurbereinigung ist heute noch häufig von den Verfahren der 70er Jahre geprägt, in denen großflächige Agrarsteppen mit schachbrettartigen Asphaltwegen zwischen begradigten Bächen geschaffen wurden.
Inzwischen haben die Flurbereiniger viel dazu gelernt: Heute wird in der Regel schonend mit den vorhandenen Landschaftselementen umgegangen, mindestens eine Rumpf-Biotopvernetzung gehört zum Planungsstandard, nicht selten unterstützt die Flurbereinigung Naturschutzmaßnahmen wie die Renaturierung von Bächen und die Ausweisung von Pufferzonen an Schutzgebieten. Aber immer noch ist kein Gleichgewicht bei der Finanzierung von Agrarsturkturmaßnahmen und Naturschutzmaßnahmen in Flurbereinigungen erreicht - während der Feldwegebau zu 60 bis über 80 % aus Mitteln der "Gemeinschaftsaufgabe" (EU, Bund, Land) finanziert wird, braucht es für Naturschutzmaßnahmen, die über den reinen Ausgleich hinausgehen, externe Geldgeber. Und was schlimmer ist: Es häufen sich die Fälle, in denen schöne Pläne gemacht, abgestimmt und genehmigt werden, die die Zustimmung aller einschließlich der Naturschützer finden - aber am Ende der Verfahren sind Landschaftspflegmaßnahmen nicht aufzufinden oder viel kleiner als geplant. Derzeit sind immer noch rund 450 Verfahren in Baden-Württemberg im Gang, davon fast 100 in der Region Heilbronn-Franken. Sie brauchen weiter unsere Aufmerksamkeit. Informationen zu FlurbereinigungsverfahrenInformationen zu Flurbereinigungsverfahren, z.B. zu Verfahrensstand, Flächengröße, Finanzierung, teilweise auch Gebietsübersichtskarten, gibt es auf der Internet-Seite der FlurbereinigungsverwaltungBUND-StellungnahmenEin paar BUND-Stellungnahmen finden Sie hier:
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