RegionalverbandGentechnikAktuelle Aktion: Mein Nein!Novellierung GenTGDie Bundesregierung will das Gentechnikgesetz novellieren. Im April 2007 wurde ein Referentenentwurf vorgelegt, der nach Auffassung des BUND das Ende der gentechniktfreien Landwirtschaft in Deutschland bedeuten könnte. Werden Sie aktiv!Agrargentechnik - für wen?
Seit Jahren versuchen Saatgut- und Agrarchemie-Konzerne, den Anbau genmanipulierter Pflanzen durchzusetzen. Bisher sind lediglich herbizidresistene und insektenresistente Pflanzen auf dem Markt. Davon hat kein Bauer und kein Verbraucher einen Vorteil, dagegen sind erhebliche Risiken für Naturhaushalt und Gesundheit zu befürchten.
Alle Jahre wieder - jetzt in Grünsfeld?Was 2006 in Leingarten nicht geklappt hat, versucht Monsanto jetzt in Grünsfeld, Main-Tauber-Kreis:Dort ist für 2007-2011 eine Freisetzung von genmanipulierten Maishybriden geplant, die sowohl gegen das Monsanto-Herbizid Roundup resistent sein als auch ein Insektizid produzieren sollen. Die Antragsunterlagen liegen vom 19.02. bis 19.03.2007 im Rathaus Grünsfeld aus. Während dieser Frist und noch einen Monat danach können Einwendungen vorgebracht werden! In Wabern, Nordhessen, war derselbe Versuch geplant. Diesen Standort hat Monsanto aufgrund des Widerstands vor Ort schon aufgegeben. Weitere Standorte dieses Versuchs liegen in Oberboihingen, Kreis Esslingen, und in Bayern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. Die Angaben auf den Seiten des BVL stehen unter folgendem link: http://www.bvl-berlin.de/cgi/lasso/fsl/liste_d.lasso?-database=SNIF&-layout=www_summary&-response=display.lasso&-recordID=37005&-search Das nächste FFH-Gebiet ist nur rund 100 m weiter vom Versuchfeld entfernt als in Leingarten. Ein Einwendungsschreiben können Sie hier herunterladen - selbstverständlich können Sie es abändern/kürzen/ergänzen:
Eine Unterschriftenliste gegen den Anbau von genmanipuliertem Mais in Grünsfeld können Sie hier herunterladen:
Das Aktionsbündnis für eine gentechnikfreie Region Main-Tauber hat eine Internetseite: www.gegen-gen.de Gentechnikfreie GemeindenAm 30. März hat der Gemeinderat von Grünsfeld beschlossen- den GVO-Mais-Versuch von Monsanto abzulehnen, - bei der Verpachtung gemeindeeigener Grundstücke den Anbau genmanipulierter Pflanzen zu verbieten, - die Ziele des Aktionsbündnis gentechnikfreie Region Main-Tauber zu unterstützen. Bereits am 19. März hatte der Gemeinderat von Lauda-Königshofen einen entsprechenden Beschluss gefasst. Die Doppelgemeinde aus dem Taubertal ist dem Aktionsbündnis gentechnikfreie Region Main-Tauber beigetreten. Am 22. Mai hat auch der Gemeinderat der Stadt Wertheim beschlossen, bei Verpachtungen städtischer landwirtschaftlicher Nutzflächen den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen zu verbieten und die Ziele des Aktionsbündnisses zu unterstützen. Gentechnikfreier LandkreisDer Kreistag des Main-Tauber-Kreises hat am 21.03.07 einstimmig eine Resolution mit folgenden Punkten beschlossen:- der Kreistag spricht sich gegen den von der Firma Monsanto geplanten Gentechnikfreisetzungsversuch auf der Markung Grünsfeld aus - der Main-Tauber-Kreis wird bei der Neuverpachtung eigener landwirtschaftlicher Nutzflächen den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen untersagen. Gleichzeitig appelliert er an die Städte und Gemeinden im Main-Tauber-Kreis, bei deren eigenen landwirtschftlichen Nutzflächen ebenso zu verfahren - Der Kreistag begrüßt die Ziele des Bündnisses "Gentechnikfreie Region Main-Tauber", eine Landwirtschaft ohne Gen-Mono-Kulturen sicherzustellen, ebenso wie die Tätigkeit des Europäischen Netzwerks Gentechnikfreier Regionen AER, durch die erreicht werden soll, dass die Entscheidungen über den Einsatz von gentechnisch veränderten Organismen den europäischen Regionen überlassen werden. Nach unserer Kenntnis ist das der erste derartige Kreistagsbeschluss in Baden-Württemberg. In diesem Fall würden wir uns außerordentlich freuen, wenn uns jemand einen Fehler nachweist. Leingarten - Gengarten?2006 beantragte die Firma Monsanto die Freisetzung genmanipulierter Maishybriden, die sowohl gegen das Monsanto-Herbizid Roundup als auch gegen den Maiszünsler und den (in Deutschland noch nicht aufgetretenen) Maiswurzelbohrer resistent sein sollen, auf einem Acker bei Leingarten, Landkreis Heilbronn.Hier ist die BUND-Stellungnahme dazu:
20 Organisationen aus den Bereichen Landwirtschaft, Naturschutz, Kirche und Kommunalpolitik haben sich zu einem Bündnis für gentechnikfreie Landwirtschaft im Landkreis Heilbronn zusammengeschlossen. Hier geht's zur Internet-Seite: www.kein-gengarten.de Hier ist ein Bericht der Heilbronner Stimme über den Aktionstag am 12.03.06: HSt Bericht Aktionstag Herbzidresistener Mais über Nachmeldung genehmigtErst im März 2007 wurde bekannt, dass das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) bereits am 23.01.2007 die Nachmeldung des Standorts Leingarten für einen schon 2003 beantragten und im Jahr 2004 in Sachsen-Anhalt begonnenen Versuch mit herbizidresistentem Mais genehmigt hat.Bei diesem "vereinfachten Verfahren" musste nur der erste Versuchsstandort ausführlich geprüft werden, weitere Standorte können einfach und ohne Öffentlichkeitsbeteiligung nachgemeldet werden. Diese vereinfachte Verfahren ist aber laut Gentechnikgesetz am 21.12.2006 ausgelaufen. Wir gehen daher davon aus, dass die Genehmigung rechtswidrig ist. Das Aktionsbündnis gentechnikfreie Landwirtschaft Kreis Heilbronn hat ein Rechtsanwaltsbüro mit der Prüfung beauftragt. Hier ist eine gemeinsame Pressemitteilung des Aktionsbündnisses und des BUND:
Etappensieg: Leingarten - Monsanto 1 : 0 !Am 19.05.2006 genehmigte das Bundesamt für Verbraucherschutz und Landwirtschaft 6 Versuchsfelder von Monsanto. Für Leingarten wurde ein gesonderter Bescheid zu einem späteren Zeitpunkt angekündigt. Am 23.05.2006 meldete die Heilbronner Stimme, Monsanto verzichte in diesem Jahr auf den Versuch in Leingarten - die Firma habe dem Landwirt geraten, konventionellen Mais einzusäen.Monsanto verzichtet 2007 auf GVO-Mais-Aussaat in Leingarten!Leingarten - Monsanto 2:0Am ersten Maiwochenende 2007 stellten Bürgerinnen aus Leingarten fest, dass der "Gen-Acker" eingesät ist. Im Standortregister war nichts eingetragen - die Aussaat von GVO-Mais wäre also illegal gewesen. Am 07.05. beendet Monsanto das Rätselraten mit einer Pressemitteilung: Wegen der warmen Witterung und weil die Genehmigung des BVL noch nicht vorliegt, wird 2007 auf die Aussaat von GVO-Mais in Leingarten verzichtet. Gleichzeitig kündigte der Agrarchemie-Konzern an, den Versuch 2008 durchführen zu wollen.Der BUND meint: Was 2006 und 2007 gegen den Versuch gesprochen hat, gilt auch 2008 und in den Folgejahren. Wir erwarten von Monsanto den Verzicht auf GVO-Mais-Versuche in Leingarten! Hier ist die PM von Monsanto:
Und hier ist die Pressemitteilung des BUND:
Geheime Sortenversuche auch in Baden-Württemberg!Im November 2006 wurde bekannt, dass in den Jahren 1999-2004 an 20 Standorten in Baden-Württemberg auf Anweisung des Ministeriums Ländlicher Raum geheime Sortenversuche mit genmanipuliertem insektenresistenten Mais durchgeführt wurden. In Bönnigheim, Kreis Ludwigsburg, wurde nicht einmal der Eigentümer des für den Versuch angepachteten Ackers informiert.Das Landwirtschaftsministerium erklärt, es habe keine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestanden und überdies sei die Bundesregierung verantwortlich gewesen, der das Bundessortenamt untersteht. Der BUND meint: Es trifft zu, dass keine gesetzliche Verpflichtung zur Veröffentlichung der Versuche bestanden hat. Da diese auf Anweisung des Landes-Landwirtschaftsministeriums durchgeführt wurden, hätte zumindest eine moralische Verpflichtung bestanden, die Öffentlichkeit zu informieren. Das Hinausreden auf das Bundesministerium betrachtet der BUND als feige. Die Heilbronner Stimme vom 06.12.2006 zitiert den Bönnigheimer CDU-Gemeinderat Kurt Satorius wie folgt: Kurt Satorius verglich die Grüne Gentechnik mit der Atomkraft. Dort habe man die gleiche Geheimniskrämerei und Volksverdummung an den Tag gelegt und die Gefahren verniedlicht. Dem ist nichts hinzuzufügen. In der Region Heilbronn-Franken fanden geheime Sortenversuche in Schwäbisch-Hall-Veinau und in Wolpertshausen statt. Die Übersicht des Bundessortenamts über die Versuche in Baden-Württemberg finde Sie hier:
In einer Antwort auf eine Landtagsanfrage der GRÜNEN weist das Landwirtschaftsministerium Baden-Württemberg darauf hin, dass das Bundessortenamt das alleinige Recht zur Veröffentlichung der Ergebnisse der Sortenversuche hat. Wir meinen: Das bedeutet noch lange nicht, dass das Land kein Recht und keine Verfpflichtung zur Veröffentlichung der Versuchs-Standorte hat. Hier ist Antwort auf die Landtagsanfrage:
GVO-Mais in Deutschland - Karte für 2007Greenpeace hat die verdienstvolle Aufgabe übernommen, die für 2007 im Standortregister eingetragenen Anbauvorhaben von genmanipuliertem Mais in Deutschland in einer Karte darzustellen. Hier ist eine abgespeckte Version:Die Karte zeigt deutlich, dass der Schwerpunkt des Anbaus von genmanipuliertem Mais in den neuen Bundesländern liegt, vor allem in Brandenburg und in Mecklenburg-Vorpommern. Ist das die Zukunft - Dritte Welt in Deutschland? Während der Südwesten der Republik für die Qualitätsproduktion zuständig ist, macht der Nordosten Massenproduktion für den Weltmarkt und die Biogasanlage? Hier können Sie die Greenpeace-Karte als .pdf herunterladen - dann sind bei entsprechender Vergrößerung die Namen der Standortgemeinden lesbar:
Gentechnik stoppen!Zusammen mit Campact und rund 30 weiteren Organisationen führte der BUND eine Luftballonaktion gegen die Aufweichung des Gentechnikgesetzes durch. Am 2. November 2006 bildeten in Berlin über 13000 Ballons den Schriftzug "Genfood - Nein Danke!" und trugen anschließend Protestkarten nach halb Europa. Infos:www.gentechnik-stoppen.de Hier sind ein paar Bilder von der Aktion Jetzt geht's ans Eingemachte:Auch Weizen wird manipuliert!In Gatersleben, Sachsen-Anhalt, soll im Herbst 2006 genmanipulierter Weizen freigesetzt werden. Das Getreide soll gegen das Herbizid Basta resistent sein und eine veränderte Eiweißzusammensetzung haben. Die Fläche liegt in der Nähe von Anbauflächen der Genbank Gatersleben, die alte Kulturpflanzensorten bewahrt. Bis 20.09.06 konnten dagegen Einwendungen vorgebracht werden - wir haben auf dieser Seite dazu aufgerufen. Über 27000 Einwendungen sind eingegangen! Verarbeiter und Erzeuger von Lebensmitteln sowie Verbände eine ausführliche Stellungnahme abgegeben. Sie können sie hier als pdf-Datei herunterladen:
Nähere Informationen gibt es auf der internet-Seite des Umweltinstituts: www.umweltinstitut.org/genweizen http://allpr.de/62352/Rekordzahl-an-Einwendungen-27-000-gegen-Gen-Weizen.html Das Umweltinstitut München hat eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen die für die Genehmigung verantwortlichen Mitarbeiter des BVL, Prof. Dr. Buhk und Dr. Bartsch, gestellt. Sie können Sie auf der genannten Seite des Umweltinsituts herunterladen. Skandal: BVL genehmigt GVO-Weizen!Am 23.11.2006 hat das BVL die Aussaat von genmanipuliertem Weizen in Gatersleben genehmigt (unter heimtückischer Ausnutzung einer Urlaubswoche von BUND-Gentechnik-Referentin Heike Moldenhauer). Ein vernünftiger Versuch ist jetzt kaum mehr möglich, weil kein Landwirt Winterweizen so spät aussät. Aber wenn die Genklempner mit dem Kopf durch die Wand wollen, bleibt die Vernunft meistens auf der Strecke.Klage gegen Gen-Weizen-FreisetzungDer Vereins zur Erhaltung und Rekultivierung von Nutzpflanzen in Brandenburg (VERN e.V.)klagt gegen die Genehmigung der Freisetzung von genverändertem Weizen. Die Klage wird von einem breiten Bündnis aus Bauern-, Züchter-, Umwelt- und Ärzteorganisationen unterstützt. Hier ist eine Pressemitteilung zur Klage:
Schweinerei mit Mäusegenen in ErbsenIn Gatersleben ist eine neue Freisetzung geplant, wieder in geringem Abstand von der Genbank: Mit Mäuse-Genen sollen Erbsen Medikamente gegen Durchfallerkrankungen von Schweinen produzieren.Informationen und Gelegenheit für Einwendungen: www.umweltinstitut.org/pharmaerbse Eine vom Umweltinstitut entworfende Mustereinwendung können Sie hier herunterladen:
Kontaminierter ReisIm August 2006 wurde bekannt, dass in den USA in Reisproben Verunreinigungen mit einem genmanipulierten herbizidresistenten Reis von BAYER festgestellt wurden, der dort 1998 - 2001 versuchsweise angebaut wurde. Dieser Reis ist weltweit nirgends zugelassen. Japan hat daraufhin Reisimporte aus den USA gestoppt. Friends of the Earth fordern die EU auf, ebenfalls keinen Reis aus den USA zu importieren. Verbraucher können dies bei ihrer Kaufentscheidung berücksichtigen.Hier ist die Pressemitteilung von Friends of the Earth Europe und eine deutsche Übersetzung:
Am 23.08.06 hat die EU-Komission reagiert und die Forderung von FoE teilweise erfüllt: US-Reis darf nur noch eingeführt werden, wenn er von einem anerkannten Labor nach einer anerkannten Methode untersucht worden ist und bescheinigt wurde, dass er nicht mit dem genmanipulierten BAYER-Reis verunreinigt ist. Die Maßnahme gilt für 6 Monate. Hier ist die Mitteilung der EU-Kommission Seit Anfang September wurden mehrfach genveränderte Bestandteile in aus den USA importierem Reis nachgewiesen. Hier ist eine Pressemitteilung des BUND-Bundesverbands vom 12.09.06 zu Nachweisen von genveränderten Bestandteilen in importiertem Langkornreis:
Sauberer ReisDie großen Reis-Exportländer Thailand und Vietnam haben sich dazu bekannt, ausschließlich gentechnikfreien Reis anzupflanzen.41 der weltgrößten Reisexporteure, -verarbeiter und -händler haben im Januar 2007 schriftlich der Gentechnik eine Absage erteilt. Weitere Informationen stehen in einem Papier von Greenpeace. Hier können Sie es herunterladen:
LDV beschließt Resolution gegen Agrar-GentechnikAuf Initiative von Gudrun Frank, Vorsitzende des BUND RV Heilbronn-Franken, verabschiedete die BUND-Landesdelegiertenversammlung am 09.04.06 in Bad Boll einstimmig eine Resolution gegen Gentechnik in der Landwirtschaft. Hier ist der Text:
Gentechnikfreie RegionenInformationen zur Gründung gentechnikfreier Regionen und allgemein zur Gentechnik in der Landwirtschaft finden Sie auf der vom BUND-Bundesverband betreuten Seitewww.gentechnikfreie-regionen.de Aktionsbündnis für gentechnikfreie Landwirtschaft Baden-WürttembergDer BUND ist Mitglied im Aktionsbündnis für gentechnikfreie Landwirtschaft in Baden-Württemberg. Internet-Seite:www.gentechnik-freie-landwirtschaft.de StandortregisterAnbauvorhaben und Freisetzungen genmanipulierter Pflanzen werden im Standortregister des Bundesamts für Verbraucherschutz und Landwirtschaft veröffentlicht:www.standortregister.de Informationsdienst GentechnikDer Informationsdienst Gentechnik bietet kritische aktuelle Informationen zur Gentechnik. Er wird u.a. vom BUND, von der Arbeitsgemeinschaft Bäuerliche Landwirtschaft (ABL) und Öko-Landbauverbänden unterstützt.Internet: www.keine-gentechnik.de Gen-ethisches NetzwerkEine wichtige Informationsquelle zu Gentechnik-Themen ist das Gen-ethische Netzwerk. Im Internet:www.gen-ethisches-netzwerk.de
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