Regionalverband

Energie

Aktuell: Neue Studie belegt größeres Leukämierisiko bei Kindern aus der Umgebung von Atomkraftwerken


Eine neue Studie, die von Forschern der Universität Mainz im Auftrag des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS) erstellt wurde, zeigt: Im Umkreis der 16 deutschen Reaktor-Standorte erkranken Kleinkinder überdurchschnittlich häufig an
Leukämie.

Hier ist der Bericht aus der Süddeutschen Zeitung:


Download     Süddeutsche Zeitung: Krebsgefahr in der Nähe von Kernkraftwerken

Energie

Seit der Heilbronner Arzt Dr. Robert Mayer den ersten Hauptsatz der Wärmelehre entdeckt hat, wissen wir, dass Energie weder erzeugt noch vernichtet, sondern nur umgewandelt werden kann.


Prozesse der Energie-Umwandlung sind aber nicht nur zwangsläufig mit Verlusten (in Form von Wärme)verbunden, sondern verursachen gewaltige Umweltbelastungen. Die Dampfwolken der zwei Atomkraftwerkblöcke in Neckarwestheim und des Kohlekraftwerks Heilbronn, die regelmäßig über der Region Heilbronn-Franken stehen, stehen für beides: Für Wärmeverluste und für Umweltbelastungen.




Fossile Kraftwerke verbrauchen endliche Rohstoffe und gefährden über CO2-Emissionen das Klima, Atomkraftwerke bergen das Risiko schwerste Unfälle durch Material- oder menschliches Versagen oder terroristische Anschläge. Außerdem produzieren sie mit dem Atommüll, der Tausende von Jahren strahlen wird, eine Erbschaft für unsere Nachkommen, die niemand von uns verantworten kann.

Die Alternative zu fossilen und nuklearen Energieträgern ist
- Energiesparen
- Energieeffizienz verbessern
- Erneuerbare Energien nutzen.

Weitergehende Informationen finden Sie beim BUND Landesverband im Schwerpunkt Energie und Klimaschutz

Ihren privaten Atomausstieg vollziehen können Sie mit BUND-Regionalstrom





Atomkraftwerke für den Klimaschutz?

Ein aktuelles Papier zur Frage "Atomkraft und Klimaschutz" - und zu anderen Fragen rund um Akw's von Thorben Becker, Leiter Energiepolitik beim BUND-Bundesverband, können Sie hier herunterladen:

Download     Mit Atomkraft das Klima retten?

Wie lang reichen Öl, Gas, Uran?

Eine Darstellung der Energievorräte finden Sie beim BUND-RV Südlicher Oberrhein

Über die Umweltrisiken der Kohlenutzung informiert der "Kohlexepress" des BUND-Bundesverbands - hier zum Herunterladen:


Download     Kohleexpress 1 - 2

Download     Kohleexpress 3 - 4

Mehrere Initiativen fördern die Errichtung von Solaranlagen in unserer Region:
Solarinitiativen


Einen witzigen Spot der BUNDjugend zum Weiterversenden gibt es unter
www.zukunftsenergie.org


Renaissance der Atomenergie?

Die Badische Zeitung gibt einen Überblick über Neubau und Stillegung von Atomkraftwerken weltweit:

Badische Zeitung vom Mittwoch, 10. Januar 2007
Sieben Atomkraftwerke gehen vom Netz
Größte Abschaltwelle in der Geschichte der Nuklearenergie / In Europa ist ein
Atomkraftwerk im Bau

Von unserem Mitarbeiter Bernward Janzing

FREIBURG. Für die internationale Atomwirtschaft hat das Jahr 2007
schlecht begonnen. Gleich sieben europäische Atomkraftwerke wurden auf einen Schlag für immer vom Netz genommen. In Bulgarien wurden
die Blöcke drei und vier des Atomkraftwerks Kosloduj abgeschaltet, in der Slowakei wurde Block eins des Reaktors Bohunice stillgelegt.In England gingen zeitgleich vier Reaktoren — jeweils zwei an den beiden
Standorten Dungeness und Sizewell — endgültig vom Netz.

Das Ende der osteuropäischen Meiler aus den Jahren 1978 bis 1982 kam auf Druck der EU zu Stande. Sie sah den sicheren Betrieb der Anlagen nicht mehr gewährleistet. Auch die britischen Meiler, die 1965 und 1966 ans Netz gegangen waren, wurden altersbedingt heruntergefahren. Weltweit sank damit die Zahl der Atommeiler von 442 auf 435 — das niedrigste Niveau seit 1998. Zusammen mit dem spanischen Kraftwerk José Cabrera, das im April 2006 still gelegt wurde, gingen im vergangenen Jahr in Europa acht Reaktoren vom Netz — ein bisher in der Geschichte der Atomkraft einmaliger Rückgang binnen eines Kalenderjahres.

In der Europäischen Union sind derzeit noch 142 Anlagen in Betrieb, das sind bereits 30 weniger als zum historischen Höhepunkt 1989. In der Öffentlichkeit wird der Rückzug der Nuklearenergie bisher jedoch kaum wahr genommen. Während die Atomwirtschaft jeden der wenigen Neubauten in der Welt als Renaissance der Kerntechnik feiert, verläuft die Stilllegung der Meiler zumeist stillschweigend — schließlich will man verschleiern, dass die Energie aus Uran vor allem in Europa auf dem Rückzug ist.

Seit dem 1. Januar 2000 wurden in Europa 26 Atomkraftwerke still gelegt, während im selben Zeitraum gerade zwei neue Reaktoren ans Netz gingen (die beiden Blöcke im tschechischen Temelin in den Jahren 2000 und 2002). In Europa wurde seit dem Jahr 2000 mit dem Neubau eines einzigen Atomreaktors begonnen, nämlich in Finnland. In den kommenden Jahren wird die Zahl der Meiler in Europa weiter abnehmen. Denn nicht nur in Deutschland ist das Ende weiterer Anlagen beschlossen; in Großbritannien beispielweise werden die Reaktoren Oldbury und Wylfa in den 2008 und 2010 abgeschaltet. Die weltweit bisher stillgelegten Atommeiler waren zumeist zwischen 24 und 26 Jahren am Netz. Wenn der deutsche Reaktor Biblis A wie geplant 2008 vom Netz geht (wogegen der Betreiber RWE kämpft), wird er mit 34 Jahren gemessen am internationalen Durchschnitt schon überdurchschnittlich alt sein. Da der Neubau von Atomkraftwerken mindestens zehn Jahre Vorlauf benötigt, ist schon heute offenkundig, dass die Zahl der Atomkraftwerke weltweit abnehmen wird.

Viele Atomanlagen erreichen die Altersgrenze

Denn in den nächsten Jahren werden zahlreiche Anlagen an ihre Altersgrenze stoßen: Geht man von einer Laufzeit von 40 Jahren aus, so werden in den kommenden zehn Jahren 80 Anlagen weltweit auslaufen. In den anschließenden zehn Jahren werden weitere 200 Reaktoren die Altersgrenze erreichen. "Dann müsste alle 18 Tage ein neuer Reaktor ans Netz gehen, wenn man die Zahl der Atomkraftwerke weltweit konstant halten wollte" , rechnet Mycle Schneider vor. Er arbeitet als Berater für Energiefragen in Paris.

Doch ein solch gigantisches Neubauprogramm ist angesichts der Milliardenkosten für jeden neuen Reaktor unfinanzierbar: Weltweit sind derzeit 29 Anlagen in Bau — der Rückgang des Atomstroms weltweit ist unvermeidlich. "Das Atomzeitalter erlebt also eher die Abend- als die Morgendämmerung" , sagt Schneider.

Zum selben Thema schreiben die Stuttgarter Nachrichten am 10.01.2007:

Atomenergie weltweit

Stuttgart - Die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) sagt der Atomkraft eine Renaissance voraus.

Neue Kraftwerke in Asien: Derzeit würden in zehn Staaten der Erde 27 neue Atomkraftwerke errichtet. Der Schwerpunkt liegt laut IAEO in Asien. Bis 2030 werde der Einsatz der Kernenergie um das Zweieinhalbfache steigen und sich bis 2050 vervierfachen. Ein genauerer Blick auf die IAEO-Daten lässt Zweifel aufkommen. Tatsächlich vollzieht sich der Reaktorneubau fast ausschließlich in Ländern wie Japan, Südkorea, Nordkorea, China und Taiwan.

Kaum Neubauten im Westen: In westlichen Industriestaaten gibt es nach Angaben des Bundesumweltministeriums nur eine einzige Neubauentscheidung: in Finnland. In den USA wurde seit 30 Jahren kein Meiler mehr bestellt, in Deutschland seit 22 Jahren. Im atomfreundlichen Frankreich hat der Staatskonzern EdF lediglich eine Absichtserklärung zum Bau eines neuen Kraftwerks abgegeben. Italien, Österreich und Polen haben bisher auf Atomkraft verzichtet und wollen dies auch in Zukunft tun. Belgien will wie Deutschland aus der Kernenergie aussteigen, Ähnliches plant Spanien. In Schweden gibt es seit Jahrzehnten einen Ausstiegsbeschluss, der von der Atomlobby ebenso lange bekämpft wird.

Lange Bauzeiten: Unter den 27 Reaktoren, welche die IAEO zum Beleg einer globalen Renaissance anführt, sind laut Bundesumweltministerium fast die Hälfte schon zwischen 17 und 29 Jahren im Bau - Fertigstellung äußerst fraglich. Hinzu kommen zwei Meiler aus amerikanischer Produktion, welche die USA Nordkorea für den Verzicht auf Atomwaffen versprochen haben. Die IAEO-Statistiker führen alle Projekte auf, die von den Projektträgern noch nicht endgültig aufgegeben wurden. Tatsächlich bleiben derzeit acht Bauvorhaben in Indien übrig, zwei in China, zwei in Taiwan, zwei in Japan, eines in Südkorea.

Strombedarf: Die Internationale Energieagentur (IEA) kommt zu anderen Schlüssen wie die IAEO. Bis 2030 werde sich der Anteil der Kernenergie am weltweiten Strombedarf halbieren. In der überschaubaren Zukunft würden nur ¸¸sehr wenige Kraftwerke neu gebaut und viele heute betriebene stillgelegt werden". Jörg Lessing



Atomkraftwerk Neckarwestheim

Der BUND RV Südlicher Oberrhein hat Informationen zu den deutschen Atomkraftwerken ins Netz gestellt. Hier ist die Seite über "unser" Atomkraftwerk
Neckarwestheim


Hier ist das Neckarwestheimer Anti-Atom-info zum Herunterladen:

Download     Neckarwestheimer Anti-Atom-info Februar 2007

Freche Anzeige der EnBW

Die EnBW wirbt mit teuren großformatigen Anzeigen für das "Klimaschutz-AKW" Neckarwestheim - vielleicht ein Grund dafür, dass Zeitungen wie die Heilbronner Stimme unsere Pressemitteilungen zum GKN wie jüngst zur wasserrechtlichen Genehmigung ungern abdrucken. Die EnBW-Anzeige hat einen unbekannten Künstler zu dieser Persiflage angeregt:




Dies ist keine Anzeige!


Und noch ein kleiner Glückwunsch unserer Freunde aus dem Dreyeckland an die EnBW:


Auch dies ist keine Anzeige!


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