Regionalverband

Regionaltag 2006

Am Samstag, 14.10.2006, fand im "Gleis 1" in Waldenburg der erste BUND-Regionaltag in Heilbronn-Franken statt.





BUND-Landesvorsitzende Dr. Brigitte Dahlbender gab einen Bericht über die Aktivitäten des Landesverbands und fragte nach Wünschen und Anregungen der Aktiven aus den Ortsgruppen für die Landesverbandsarbeit.


Vertreter von BUND-Ortsgruppen von Schwaigern bis Wertheim und Crailsheim berichteten über ihre Aktivitäten, Schwerpunkte und Probleme:



Joachim Busch berichtete aus dem BUND-Ortsverband Wertheim. Dort plant die EnBW den Neubau eines Gaskraftwerks. Eine Bürgerinitiative strebt einen Bürgerentscheid gegen das Kraftwerk an. Der BUND kritisiert, dass eine Nutzung der Abwärme bisher nicht geplant ist.


Josef Gulde berichtete von der Naturschutzgruppe Taubergrund. Die Gruppe besteht seit 26 Jahren und hat konstant 60-70 Aktive und 13 Arbeitskreise bei rund 350 Mitgliedern. Jedes Jahr wird ein Walderlebnistag für Familien durchgeführt. Es gibt eine aktive Kindergruppe. Derzeit findet eine Pilz-Aktionswoche statt. Schwerpunkte bei der Verfahrensbegleitung sind Hochwasserschutzmaßnahmen und Flurbereinigungen. Zwischen den aktiven Über-45-jährigen und den Kindern klafft eine Lücke.
Die NSG Taubergrund ist dieses Jahr in der Endauswahl des Landes-Ehrenamts-Wettbewerbs "Echt gut".



Klaus Peter Auerbach und Jürgen Hellgardt berichteten aus dem BUND-OV Lauffen. Ein großes Problem ist das direkt benachbarte Atomkraftwerk Neckarwestheim, weitere Problemfelder sind Flächenverbrauch und Intensiv-Landwirtschaft. Der BUND-OV führte im Rahmen eines Kinderprogramms Nitratanalysen von Wasserproben durch.
Der BUND-Lauffen bekam einen ehemaligen Weinberg geschenkt. Er wurde teilweise entbuscht, mit der Sanierung von Trockenmauern wurde begonnen.



In Zusammenarbeit mit dem einzigen Bioland-Weingärtner der Stadt soll dort ein Referenz-Weinberg-Lebensraum entwickelt werden.
Die bereits Ende der 80er Jahre vom BUND angeregte Offenlegung des Seegrabens soll wieder aufgegriffen und realisiert werden. Außerdem ist vorgesehen, mehrere Zaberschlingen anzulegen.


Wolfgang Sigle berichetete aus Schwaigern. Der BUND-OV Schwaigern hat ca. 40 Mitglieder, aber nur eine Handvoll Aktive. Er reagiert derzeit mehr als zu agieren. Im Zentrum steht der Flächenverbrauch durch mehrere geplante große Wohn- und Gewerbegebiete und damit verbundene Straßenprojekte. Die Arbeit an diesen Themen erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der Regionalgeschäftsstelle. Die Intensiv-Landwirtschaft bezeichnete W. Sigle als "Problempartner"


Klaus Fischer berichtete aus Beilstein. Der BUND-OV betreibt hauptsächlich drei Projekte:
- die Bachpatenschaft Schmidbach
- das Streuobstprojekt Beilstein-Ilsfeld-Oberstenfeld zusammen mit den örtlichen Gruppen von NABU und Schwäbischem Albverein
- die Wiederherstellung des Bahnanschlusses an die S-Bahn bei Marbach
Die Gruppe hat Probleme mit fehlendem Nachwuchs.


Herr Lösch berichtete aus Nordheim. Jahrelang beschäftigten sich die BUND-Aktiven vor allem mit Amphibienschutz. 1998 wurde dann auf Initiative von Gudrun Frank die BUND-Ortsgruppe gegründet. Dann wurde die Biotopvernetzung (Planung durch G. May-Stürmer) und Bach-Renaturierungsmaßnahmen auf den Weg gebracht. Der BUND bepflantze und betreut eine Obstwiese. Zahlreiche Förderer konnten geworben werden, einzelne davon konnten für einzelne Aktionen gewonnen werden.



Frau Römer berichtete aus Crailsheim. Die Aktivenrunde ist relativ klein.
Der BUND-OV führte zum 12. Mal die Fahrradbörse durch. Am 1. Mai werden regelmäßig Fahrrad-Exkursionen durchgeführt. Viele Aktive engagieren sich in der Lokalen Agenda 21, z.B. bei der Aktion "Gentechnikfreies Einkaufen". Diese ist in der Endauswahl des Landes-Ehrenamts-Wettbewerbs Echt gut. Der BUND arbeitet in der Streuobst-Initiative Grünspecht mit.


Horst und Gabriele Gebert berichten aus Schwäbisch Hall. Der Kampf gegen die Westumgehung begleitet die Gruppe seit über 20 Jahren. In einem ersten Bürgerentscheid wurde sie verhindert, in einem weiteren Bürgerentscheid über eine etwas abgespeckte Lösung stimmten 70% dafür. Eine vom BUND vorgeschlagene flächensparendere Variante wurde aus Kostengründen nicht realisiert. Das Umweltzentrum Schwäbisch Hall, getragen von einem Verein, in dem die Naturschutzverbände Mitglied sind und geleitet von Diplombiologe Martin Zorzi, übernimmt den größten Teil der Verfahrensbeteiligung und bedeutet eine große Unterstützung für den BUND-Ortsverein.


Hermann Schwarz berichtete aus Frankenhardt. Die Aktiven sind seit 1984 weitgehend dieselben. Der Ortsverband betreibt vor allem folgende Projekte:
- Amphibienschutz
- Mostprämierung beim Ortsfest
- Apfelsaft-Aktion "Grünspecht" zusammen mit dem NABU (ca. 100 Ablieferer)


Brigitte Vogel berichtete aus dem Hohenlohekreis - dem Kreis mit der schnellsten Zunahme der versiegelten Fläche im Land. Die Naturschutz-Aktivitäten gehen vor allem über den LNV-Arbeitskreis. Schwerpunkt ist der Flächenverbrauch. Die Kommunen hoffen auf einen Boom entlang der A6 und der Stadtbahn. Baugebiete werden weit über den Bedarf ausgewiesen. Es gibt äußerst fragewürdige Ausgleichsmaßnahmen, z.B. Auffüllung von Äckern als Ausgleich für Bodenversiegelung. Die Beteiligung der Verbände an der Bauleitplanung durch die Kommunen ist relativ gut. Daneben spielen Flurbereinigungen und Wasserrechtsverfahren eine Rolle.


Thomas Giesinger stellte die Ehrenamtsförderung des Landesverbands und die neue Konzeption zur Mitgliederwerbung "Der BUND macht bunt" vor.





Zum Schluss stellte Regionalgeschäftsführer Gottfried May-Stürmer das Regionalstromprojekt vor. Der Regionaltag soll in Zukunft jedes Jahr stattfinden.


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