BUND-Ortsgruppe Schopfheim

Ansprechpartner

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Klaus Böttger
Himmelreich 27, 79650 Schopfheim
Tel. 07622 / 670 89

Treffen der Ortsgruppe

Jeden letzten Donnerstag im Monat, 20 Uhr, Andi´s Steakhüsli in Fahrnau

20 Jahre aktiv im mittleren Wiesental

Die BUND-Ortsgruppe feierte im Jahre 2005 ihr 20-jähriges Bestehen. Am 23. April 1985 fand im altehrwürdigen Hotel „Metropol“ die Gründungsversammlung statt. Genau genommen gab es aber schon davor zwei Jahre lang eine BUND-Gruppe „Mittleres Wiesental,“ in der einige Gründungsmitglieder der Ortsgruppe mitgearbeitet hatten. Diese wiederum basierte auf dem Schopfheimer „Baumschutz-Komitee“, das 1978 als lose Gruppe zusammenfand.
Die ersten Mitglieder des BUND im Schopfheimer Raum können als Eintrittsjahr 1977 angeben und davon gibt es immerhin drei. Ganze 20 Mitglieder sind zwischen 20 und 27 Jahren dabei. Insgesamt weist das aktuelle Verzeichnis 99 Vollmitglieder und rund 240 Paten- bzw. Fördermitglieder aus. In einer kleinen Feierstunde im November wurde vom jetzigen Vorstand, der das Amt auch schon seit 1994 geschultert hat, an einige langjährige und aktive Mitglieder ein Buchpräsent überreicht.

Mit NatuRhena gemeinsame Sache

Die Zusammenarbeit mit der elsässischen, länderübergreifenden Institution „NatuRhena“ aus Riedisheim wurde weiter verstärkt. Über die Regio Volkshochschule ist NatuRhena bestrebt, einen regen Austausch unter Naturschützern im Dreiländer-Eck zu organisieren,. So gibt es jedes Jahr ein Exkursionsangebot zusammen mit Teilnehmern aus dem Elsass

Die BUND-Ortsgruppe Schopfheim war durch vielfältigste Aktivitäten im Heimatraum des Wiesentals und auf den Höhen des Ortsteils Gersbach gefordert.

Regelmäßig nimmt die Ortsgruppe an der  Schmetterlingszählung teil. Es wird immer auf einem Magerrasenbiotop entlang dem Wiese-Fluss und an einem Waldrand im Krattental gezählt. Außerhalb der Zählungstermine wird die Fauna im heimischen Garten und im Naturschutzgebiet „Utzenfluh“ bei Utzenfeld im großen Wiesental zu beobachtet. Dort wimmelt es nur so von Bläulingen, großen Waldportiers, Mohren-, Schecken-, Perlmutt- und Schachbrettfaltern, wie eine kleine Gruppe feststellen konnte, die in diesem höchst interessanten Felsgebiet, das auch mit Kalk durchsetzt ist, unterwegs waren. Es weist sich durch eine lokalklimatische Begünstigung aus. Teilweise sind  aber auch Glazialrelikte zu finden, wie Felsen-Leinkraut und Nordischer Strichfarn. Von den eher südlich verbreiteten (Wärme liebenden) Arten seien Fetthenne und Wimperfarn genannt. Auch die Felsenbirne hat dort ihren Lebensraum. Bedauerlicherweise sind zwei unserer schönsten Tagfalter (Apollo- und Segelfalter), die früher die noch offeneren fels- und schuttbedeckten Südhänge der Utzenfluh besiedelten, heute wie im ganzen Schwarzwald verschwunden.

Die zunehmende Verbreitung des indischen Springkrauts stellt ein ernstes Problem dar. Deshalb rupften BUND-Mitglieder am Schwammerich-Bach in Weitenau bei einem großen Feuchtbiotop des BUND einige hundert dieser Neophyten aus.
Ziemlich zeitaufwändig und anstrengend war die Begehung von geplanten Wald- und Weidewegtrassen, die im Zusammenhang mit dem derzeit laufenden und wohl auch größten Flurneuordnungsverfahren in ganz BW im Ortsteil Gersbach notwendig wurde. Fast drei ganze Tage waren Vertreter der unteren Naturschutzbehörde und BUND-Vertreter über Stock und Stein unterwegs und machten sich Gedanken über die Machbarkeit und Sinnhaftigkeit der geplanten Trassen. Besonders in einem Steilhang-Wald Richtung Todtmoos war es sehr schwer die ausgesteckten roten Pfähle zu entdecken um sich über den Verlauf der Trasse klar zu werden. Hier wäre es wahrscheinlich besser, auf die teuere und zerstörerische Trasse zu verzichten und das Waldgebiet als Bannwald mit Naturschutzcharakter auszuweisen. (KB)