BUND-Ortsgruppe Waldshut-Tiengen
Ansprechpartner
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Hans-Jürgen Bannasch
Buckmattstraße 11, 79761 Waldshut-Tiengen
Tel. 07751 / 44 79
Treffen der Ortsgruppe
Jeden zweiten Mittwoch im Monat, 20 Uhr, Kornhaus in Waldshut
Link zur Homepage der Ortsgruppe
Gut ausgerüstet zum Schutz von tollen Wiesen
Wer
im Mai eine Wanderung durch das Liederbachtal von Waldshut über
Eschbach nach Gaiß macht, kann sich an bunt blühenden Wiesen erfreuen.
Salbei, Esparsette, Skabiose, Knäuelglockenblume, Margerite,
Habichtskraut gehören unter anderen zu den noch häufig vorkommenden
Arten, stellenweise gesellen sich Orchideen, vor allem geflecktes
Knabenkraut und die Brandorchis dazu. Auf den Feuchtflächen leuchtet im
Frühjahr das Gelb der Sumpfdotterblumen, und wenn diese verblüht sind,
hier und da die Gelbe Schwertlilie. Typisch für diese Standorte ist
auch das Mädesüß, das auf einen großen Teil dieser Flächen ab Juni
vorherrscht.
Seit vielen Jahren hat die BUND-Ortsgruppe Waldshut-Tiengen einen
Teil dieser Blumenwiesen in Pflege. Insgesamt ca. 5,5 ha Biotopfläche,
davon ca. 3ha Wiese, 0,5 ha Sukzessionsfläche. Der Rest besteht aus
Feldgehölzen, Hecken und Feuchtflächen, die nur alle 2-3 Jahre abgemäht
werden.
Zusätzlich betreut die Ortsgruppe noch eine BUND-eigene Moorwiese
bei Höchenschwand, das Naturschutzgebiet Samlischbuck in der Gemeinde
Weilheim und einen Halbtrockenrasen in Birkingen, das zur Gemeinde
Albbruck gehört.
Die Mäharbeiten und das Ver- bzw. Entsorgen des Mähgutes nehmen
von Juli bis Oktober die ganze Arbeitskraft der BUND Gruppe in
Anspruch. Besonders die starkwüchsigen Wiesen im Talgrund des
Liederbachbiotops unterhalb von Gaiß müssen mindestens zweimal jährlich
abgemäht werden, damit Gräser und Wiesenblumen eine Chance vor allem
gegenüber dem hier allgegenwärtigem Mädesüß haben.
Um die anstehenden Pflegemaßnahmen bewältigen zu können, hat sich
die BUND-Ortsgruppe maschinell sehr gut ausgestattet. Bei den
Pflegemaßnahmen kommen neben Handsensen, Motorsensen, ein Balkenmäher
mit Doppelmesser oder alternativ Bandrechen, sowie ein Traktor mit
Frontlader und eine Heupresse zum Einsatz. Seit diesem Jahr steht uns
außerdem ein Zweiachsmäher mit Frontmähwerk und in Kürze auch mit einem
Bandrechen zur Verfügung. Vor allem der Zweiachsmäher ist eine enorme
Arbeitserleichterung, da er sowohl auf den Moorwiesen als auch in
Steillagen eingesetzt werden kann. Das Gefühl nach längerem Mähen in
Hanglage, dass ein Bein kürzer ist als das andere, gehört der
Vergangenheit an. Trotzdem gibt es Mäharbeiten bei denen die BUND
Gruppe nach wie vor auf Hand-, Motorsense oder Balkenmäher angewiesen
ist.
Eigentümer der Biotopflächen im Liederbachtal ist die Stadt
Waldshut-Tiengen, an die diese Flächen vor Jahren aus einem
Flurneuordnungsverfahren gefallen sind. Ein Teil der Wiesen wurde über
Jahre nicht mehr bewirtschaftet. Wir hoffen, dass durch unsere
Pflegemaßnahmen wie: Mähen, Heckenpflege, Baumfällaktionen, Anlegen von
Bachübergängen, Ausheben von Entwässerungsgräben u.a. die Landwirte
einen Großteil der Flächen wieder übernehmen können. Ein Anfang ist
bereits gemacht, zwei Landwirte sind mit Teilflächen wieder dabei. (HJB)
