Schwerpunkt Klimaschutz und Energie - Energiealternativen für die Region

Der BUND am Hochrhein hat in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Rheinfelden einen Vortragsschwerpunkt zum Thema Energie veranstaltet. Aus Sicht des Umweltverbands wurden Vorträge und eine Ausstellung zu dem Thema angeboten. Im Rahmen des BUND Schwerpunktes „Klimaschutz und Energie“ wurden ökologische Energiealternativen, wie Solarkraft, Windkraft, Biomasse und weitere regenerative Energien vorgestellt und über Energiesparmaßnahmen diskutiert. Außerdem wurde über die Entstehungsgeschichte der EWS in Schönau berichtet. Begleitend fand die Ausstellung „Atomarer R(h)einfall“ des BUND in der Volkshochschule Rheinfelden statt. Dabei wurde das brisante Thema der Atomstromproduktion in der Region Hochrhein mit seinen drei Atomkraftwerken und dem geplanten Atommüll-Endlager in Benken bei Schaffhausen beleuchtet. 
Der BUND Energieexperte Dr. Georg Löser, Gundelfingen sprach über Energiealternativen in der Region. Er stellte dar, dass wir künftig in der Region ohne Öl und Atomenergie auskommen können und welcher Energiemix die Energieversorgung sicherstellen kann. Vom Stromsparen, Kraftwärmekopplung, Windkraft und Solarenergie bis zur Biomasse wurden in dem Vortrag die Alternativen vorgestellt.

Kommt ein Gorleben am Hochrhein?

Der Hochrhein mit seinen drei Atomkraftwerken und das geplante Endlager in Benken bei Schaffhausen waren das Thema zur Ausstellungseröffnung „Atomarer R(h)einfall“ durch Axel Mayer vom BUND Freiburg. Schwerpunkt des Vortrages waren Pläne, sechzig Kilometer vom Rheinfelden entfernt ein Endlager für hochradioaktiven Atommüll einzurichten. Wenn es nach den Verantwortlichen der Schweizer Atomindustrie geht, soll in Benken in der Nähe des Rheinfalls das Endlager für die giftigsten Gifte entstehen, nach Ansicht des BUND eine Gefahr für Grundwasser und Rheinanlieger. Der BUND befürchtet außerdem, dass dieses Endlager den Bau weiterer AKWs auf Schweizer Seite begünstigen könnte. 
Danach berichtete Ursula Sladek, Geschäftsführerin und Mitinitiatorin der Elektrizitätswerke Schönau (EWS) die Geschichte und das Wirken der „Stromrebellen“. Sie stellte dar, wie sich dieses Stromunternehmen im liberalisierten Strommarkt behaupten kann. Die Schönauer Bürger haben ihr Stromnetz bereits in den 90er während der Strommarktliberalisierung gekauft und betreiben es nun selbst. Daraus sind die EWS entstanden. Sie stehen für eine atomstromfreie, klimafreundliche und nachhaltige Energiezukunft. Die EWS sind bundesweit als die Stromrebellen bekannt. Für über 30.000 Stromkunden wird ökologischer Strom von der EWS und lokalen Ökostromproduzenten eingespeist. Es werden Kraftwerksbetreiber unterstützt, die sich für eine ökologische und innovative Stromwirtschaft einsetzen.

Wollen Sie sich bei dem BUND Projekt Energie und Klimawende des BUND engagieren?
Weitere Infos erhalten Sie bei der
BUND Regionalgeschäftsstelle Hochrhein
Hebelstraße 23 a
79618 Rheinfelden
07623-62870
bund.hochrhein@bund.net