Gentechnikfreier Dinkelberg

Der großflächige Anbau von Gentech-Pflanzen bedroht die gentechnikfreie Produktion konventionell und ökologisch produzierender Landwirte und damit die Wahlfreiheit von Landwirten und Konsumenten. Eine Möglichkeit, diese Wahlfreiheit zu erhalten und weiterhin gentechnikfreie Nahrung zu gewährleisten, besteht in der Schaffung von freiwillig gentechnikfreien Regionen. Diesen Weg will nun neben den BUND Gruppen im Landkreis Waldshut auch die BUND Gruppe in Rheinfelden gehen.
Bis zu 25 km kann der Pollenflug von Pflanzen betragen. Innerhalb dieses Radius’ werden sie mit großer Sicherheit auf andere Pollen treffen und neue Pflanzen entstehen lassen. Das ist grundsätzlich nichts verwerfliches. Allerdings können sich in nicht allzu ferner Zukunft auch Pollen von genmanipulierten Pflanzen über unseren einheimischen Äckern tummeln, sich z.B. mit Unkräutern vereinigen und uns ein Szenario bescheren, welches in Kanada, Argentinien, Australien oder Indien schon Realität ist – und zwar flächendeckend!
In diesen Ländern benötigen die Bauern eine bis zu fünffach höhere Menge an Pestiziden als vor dem Einsatz transgener Nutzpflanzen (Hier sei angemerkt, dass dieselben Firmen, welche das Saatgut liefern, auch die Pestizide verkaufen). Der transgene Raps muss zwar nicht mehr gespritzt werde, dafür seine ‚Nachkommen’ mit fünffacher Menge.
Genmanipuliertes Saatgut von Mais, Raps, Soja, Baumwolle oder Reis wurde den Bauern der 3. Welt als Heilbringer, ja sogar als Welthunger-Problemlöser verkauft. Allerdings verschwieg man den Menschen, dass die Wissenschaftler dem Saatgut ein so genanntes Terminator-Gen mit auf den Weg gaben – in weiser Voraussicht, denn nun müssen die Bauern der 3. Welt jedes Jahr aufs Neue das bis zu viermal teurere genmanipulierte Saatgut kaufen.
74% der Bevölkerung lehnt genmanipuliertes Essen ab. Auch der BUND Rheinfelden setzt sich dafür ein, dass die Sortenvielfalt in unserer Region erhalten bleibt. Der BUND Rheinfelden will Partner in der Landwirtschaft, im Handel, bei den Kirchen und Gemeinden finden, um die Region Dinkelberg, bzw. den Landkreis Lörrach zur gentechnikfreien Zone zu erklären, wie das schon in Überlingen und in Hohenlohe geschehen ist.
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland trifft sich regelmäßig zu einem Arbeitskreis Gentechnik in Rheinfelden.

Wenn Sie sich auch für einen Gentechnikfreien Dinkelberg einsetzen wollen, setzen Sie sich bitte in Verbindung mit
BUND Rheinfelden
Thomas Lindenthal
Fritz-Rössler Str. 21
79618 Rheinfelden
07623-61436