Atommüll kurz vor dem Rheinfall in Benken?
Die Schweiz
plant im Kanton Zürich bei den Gemeinden Benken, Marthalen und
Trüllikon ein atomares Endlager. Hier soll im sogenannten „Opalinuston„
in einigen hundert Metern Tiefe eine Müllhalde für mittel- und
hochradioaktiven, also giftigen Atommüll gebaut werden. Die tödliche
Strahlung des Atommülls wird auch nach 10 bis 17 Millionen Jahren nur
zur Hälfte abgeklungen sein. Das heißt in menschlichen Dimensionen
gedacht: Da droht der Bevölkerung auf ewig das Damoklesschwert einer
radioaktiven Verseuchung.
Die Wechselwirkungen zwischen dem Wirtsgestein und den nur langsam
abklingenden atomaren Abfällen sind nur schwer abschätzbar. Daraus und
bei Unfällen während des Transports und der Einlagerung selbst ergeben
sich Gefahren durch radioaktive Strahlung. Auch Süddeutschland ist
direkt betroffen, denn radioaktive Strahlung interessiert sich
bekanntlich nicht für nationale Grenzen.
BUND-Vertreter arbeiten in Bürgerinitiativen mit, allen voran bei
KLAR!, einem grenzüberschreitenden Verein besorgter Bürgerinnen und
Bürger aus Südbaden und der Schweiz. BUND-intern wird im
Schulterschluss mit BUND-Gruppen in Grenznähe die deutsche Bevölkerung
auf das „Gorleben am Hochrhein„ aufmerksam gemacht und in gemeinsamen
Sitzungen mit Vertretern des BUND-Landesverbands eine gemeinsame Linie
für die notwendige politische Arbeit auf Landes- und Bundesebene
erarbeitet.
Das Gezerre um die Suche nach einem vermeintlich sicheren Endlager
für Atommüll zeigt die fatalen Auswirkungen einer verfehlten
Energiepolitik. Es ist ein Musterbeispiel des Verdrängens und Abwälzens
der Verantwortung, die sich aus der Nutzung der Kernenergie ergibt, auf
künftige Generationen. Wer kann schon die Abklingzeit des strahlenden
Atommülls genau datieren und dessen sichere Verwahrung garantieren?
Niemand. Künftige Generationen werden die Zeche bezahlen müssen, die
wir Ihnen überlassen haben. Billig ist die Kernenergie nur deshalb,
weil die tatsächlichen Kosten ganz andere zu tragen haben. Es ist an
der Zeit Alternativen zu nutzen. Es ist an der Zeit zu handeln.
Informationen bekommen Sie bei der BUND-Regionalgeschäftsstelle Hochrhein in Rheinfelden oder im Internet unter www.bund-freiburg.de und www.klargegenatom.de.
