Verkehr und Straßenbau

Das Thema Verkehr wird am Hoch- und Oberrhein zu einem drängenden Problem. Schadstoffemissionen und Landschaftsverbrauch sind grawierende Auswirkung des Verkehrs. Für die Anwohner an den Verkehrswegen ist jedoch zunehmend die persönliche Betroffenheit, durch Lärm, Zerstörung der Naherholungsgebiete und des Wohnumfelds wichtig. In dem dicht besiedelten Raum entlang des Rheins um Basel führt dies zu Konflikten. Zumal die Region vom Rand der Bundesrepublik in die Mitte Europas rückt, zumindest in Sachen Verkehr. Dies zeigt sich in den langen LKW-Staus vor dem Grenzübergang Basel, dem Bypass Basel als Autobahn 98 und 861 und auf der Schiene. Ferner ist das größte Autobahnneubauprojekt in Baden Württemberg die A98 entlang des Hochrheins bis nach Waldshut-Tiengen. Der hohe Stellenwert der Mobilität und dem Warenaustausch innerhalb Europas zeigt sich in den Verkehrszahlen, die auch die Region Hochrhein nicht verschonen.

In der Region Hochrhein steht als großes Straßenbauprojekt der Neubau der A98 an. Die vorgesehene Trasse der A98 führt auf dem Dinkelberg und den Hängen des Hotzenwalds entlang. Da sich diese Hangbereiche durch eine vielschichtige Kleinstruktur (Wälder, Streuobstwiesen, Feldhecken, Feldgehölze, extensive Wiesen, Weiden und Äckern) auszeichnen und gänzlich unzerschnitten durch größere Straßen sind, ist eine Bergtrasse abzulehnen. Verkehrstechnisch und vom Umfang der Eingriffe ist ein dreispuriger Ausbau mit wechselnden Überholspuren auf der bestehende Trasse der B34 sinnvoller. In einzelnen verkehrsbelasteten Ortsbereichen bestehen bereits ausreichende Umgehungen um den Ort, oftmals müssen aber noch Diskussionen geführt werden.Verkehrsvermeidung könnte durch den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs erreicht werden oder man einigt sich auf ortsbezogene Lösungen. Bei den Umfahrungen um einige Orte sollte ein umweltverträgliche talnahe Trasse gewählt werden.