BUND Kindergruppe BUNDtspechte im Landkreis Waldshut
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Die BUNDtspechte als Barfußraupe beim Entdecken ihrer Umwelt Foto: Silke Friedrich
In der Kindergruppe BUNDtspechte unter der Leitung von Cordula Maier (Sozialarbeiterin, Naturpädagogin), Petra Margraf (Geoökologin) und Silke Friedrich (Biologin) geht es um das spielerische Kennen lernen der Natur und ihrer Zusammenhänge. Die jüngeren Kinder im Alter zwischen 5 und 8 Jahren treffen sich zweimal im Monat, die älteren Kinder, die zwischen 8 – 10 Jahre alt sind kommen einmal im Monat zusammen. Viele Spiele finden im Wald statt, so dass die Kinder wie nebenher die Froschentwicklung inklusive dem Verlassen des Teichs der Jungfrösche beobachten können. Außerdem lernen sie Pilzarten erkennen und voneinander unterscheiden. Die Treffen finden meist auf dem Aarberg in Waldshut statt. Im dortigen Waldgebiet gibt es dank der großzügigen und tatkräftigen Unterstützung der Ortsgruppe des BUND Waldshut seit dem Frühsommer 2005 auch einen Unterstand, der zum Vespern und Basteln genutzt wird. Außerdem werden Ausflüge zu verschiedenen Naturgebieten organisiert – wie beispielsweise zum Bohnerzweg nach Küßnach, zum Eibenkopf und zum Biotop in Gaiß. Als Sommerabschluss wurde eine Fahrt mit zweimaliger Übernachtung in die Jugendherberge in Menzenschwand veranstaltet. Teil dieses Aufenthalts war eine Wanderung von Menzenschwand auf das Spießhorn und über die Krunkelbachhütte wieder zurück.Im Januar 2005 haben die BUNDtspechte erstmals ein Naturtagebuch angelegt. Das Naturtagebuch ist ein Projekt der BUNDjugend, bei dem die Kinder einzeln, in Gruppen oder auch Schulklassen einen Naturgegenstand oder ein bestimmtes Naturgebiet über Wochen und Monate beobachten und diese Beobachtungen dokumentieren. Die Beobachtungen können geschrieben, gemalt oder fotografiert werden, es können Basteleien, Sammlungen oder Hörkassetten mit aufgenommenen Tierstimmen entstehen. Ziel ist es, dass die Kinder und auch die Leiterinnen lernen, genau hinzusehen, zu hören und diese feinen Unterschiede von einem zum anderen Mal zu erkennen (z.B. die Blattentwicklung im Frühjahr). Außerdem können so die verschiedenen Jahreszeiten direkt erlebt werden. Die BUNDtspechte haben drei Standorte für diese genaue Naturbeobachtungen ausgewählt: ein Waldstück mit Buchen und umgestürzten Bäumen, ein tiefer liegendes Gebiet, in dem zumindest zeitweise Wasser steht und ein nahe gelegener Acker. Die drei Naturgebiete werden einmal monatlich in zwei Stunden besichtigt und Beobachtungen schriftlich festgehalten und evtl. fotografiert. Gesammelte und gepresste Pflanzen oder andere interessante Dinge ergänzen den Eintrag.
FAZIT: Das Führen eines Naturtagebuches mit einer Kindergruppe ist eine gute Möglichkeit, Natur bewusst zu erleben. Die Anreicherung der Treffen mit dem Thema „Naturtagebuch“ mit Spielen und Übungen zur Wahrnehmung hat besonders positive Auswirkungen auf die Kinder.
Im Jahr 2006 wurde Apfelsaft gepresst und leckere Holunderbeermarmelade gekocht, die gleich anschließend aufs Butterbrot geschmiert schmeckte. Auf Wandertour ging es zu toll blühenden Orchideen und Naturschutzgebieten, wie z.B. den Samlischbuck und den Bohnerzweg bei Küssnach. An einem Nachmittag hat sich extra ein Jäger Zeit für die Kinder genommen und viel über die Tiere im Wald berichtet. Das Programm wird in der Regel mit Spielen und Essen - in der Natur vespern ist für die Kinder immer ganz wichtig - aufgelockert. Um die Sinne zu aktivieren, werden auch immer wieder spielerische Übungen zum Hören, Sehen und Riechen gemacht. Ebenso bieten sich Balance- und Gleichgewichtsübungen auf Baumstämmen an. Für das Jahr 2007 hoffen die BUNDtspechte auf weiteren Zuspruch von Kindern. Dafür wurde Werbung in den Grundschulen in Gurtweil und Tiengen gemacht, worauf einige Kinder aus diesen Ortsteilen, sogar aus Breitenfeld und Krenkingen an der Gruppe dazustießen.
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Eine kleine Naturforscherin bringt ganz vorsichtig ihren Fang, um ihn zu zeiugen Foto: Cordula Maier
Treff ist jeweils vierzehntägig freitagnachmittags von 15 bis 17 Uhr, wenn es früher dunkel wird, eine halbe Stunde früher, am Wendehammer Kirschbaumweg auf dem Aarberg in Waldshut. Ansprechpartner ist dazu Cordula Maier, Tel.07751-7439. e-mail: cordula.maier@web.de
