BUND Kreis Höxter

Symposium "Berücksichtigung des Biotopverbundes in der Verkehrsplanung"

am 07. November 2008 in Paderborn - Heinz-Nixdorf-Forum

Ziel des Symposiums war es, die naturschutzfachlichen und rechtlichen Anforderungen an den Biotopverbund aufzuzeigen sowie anhand konkreter Beispiele die Auswirkungen der Zerschneidungswirkungen zu verdeutlichen.

Auf dieser Grundlage wurden Strategien und Konzepte zur Stärkung des Biotopverbunds diskutiert. Der Naturschutz hat die Wiederherstellung und die Sicherung eines Biotopverbundsystemes, damit ein kohärentes Netz entstehen kann, als Ziel. Dieses dient dazu, einer Zerschneidung von Lebensräumen und Landschaften bzw. dem Verlust von Arten entgegenzuwirken.



Grünbrücke (Foto: M. Herrmann)


Im Rahmen der Verkehrsplanung wird versucht, die Zerschneidungswirkung durch Trassierung und entsprechende Maßnahmen zur Überwindung von Trennwirkungen wie durch den Bau von Grünbrücken zu minimieren.

Die Funktionstüchtigkeit dieser Maßnahmen zur Entschneidung wird strittig diskutiert, da der Kenntnisstand sowie die fachlichen Anforderungen an die Dimensionierung der Bauwerke noch Defizite aufweist. In diesem Zusammenhang ist auch die Frage nach der ökologischen Effizienz der Querungsbauwerke zu beantworten.

Darüber hinaus sollten auf der Veranstaltung auch die planungsrechtlichen Möglichkeiten aufgezeigt werden, einer Trennwirkung entgegenzuwirken.


Programm-Flyer (pdf)


Eine gemeinsame Veranstaltung der Hochschule Ostwestfalen-Lippe - University of applied sciences (Standort Höxter, FB 9 ) und der Stiftung für die Natur Ravensberg.



Fazit


Über 100 Fachleute aus Umweltverbänden, Verwaltung und Wissenschaft führten zum Teil leidenschaftliche Diskussionen. Das Thema polarisiert, schließlich geht es doch im wahrsten Sinne oftmals um Leben oder Tod; zum Beispiel bei der Zerschneidung von Tierlebensräumen durch Autobahnen oder Bundesstraßen.

Noch immer steigt die Zerschneidung von Lebensräumen von Wildtierpopulationen durch den ständigen Zuwachs neuer Verkehrsflächen. Auf die Gesamtfläche Deutschlands entfallen bereits heute rund 231.400 Kilometer Straße und 34.100 Kilometer Bahnlinie. Hierin sind die kommunalen Straßennetze noch gar nicht enthalten. Die immer weiter fortschreitende Zerschneidung der Landschaft wird, da sind sich die meisten Experten einig, immer mehr zu einem ernsthaften Problem für das langfristige Überleben heimischer Wildtierpopulationen.

Die zahlreichen Fachbeiträge werden als Arbeitsmaterialien in Buchform der interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen auf der Homepage der Hochschule Ostwestfalen-Lippe:


Für den Erhalt von Lebensraumverbindungen.






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