BUND Kreis HöxterNRW-Landwirtschaft bleibt gentechnikfreiBUND begrüßt Anbauverzicht
„In diesem Jahr gibt es in Nordrhein-Westfalen keinen Anbau von Genmais“, so die Einschätzung des NRW-Landesverbandes des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Bis zum heutigen Tage vermeldet das amtliche Standortregister keine Anbaufläche in NRW. Da eine solche Meldung jedoch bis spätestens drei Monate vor der Aussaat gesetzlich vorgeschrieben ist, geht der BUND davon aus, dass die NRW-Äcker im Jahr 2009 gentechnikfrei bleiben. Auch erscheint es höchst unwahrscheinlich, dass es wie in den Vorjahren in Werne/Kreis Unna eine so genannte Freisetzung, also einen Forschungsanbau gibt. Nachdem in Werne die 10-jährige Genehmigung Ende letzen Jahres ausgelaufen ist, liegt offenbar keine Neubeantragung vor. Die Nachfrage nach genmanipuliertem Saatgut liegt demnach bei den Bauern im Lande bereits im zweiten Jahr in Folge bei ‚Null’.Der BUND begrüßt diese Entwicklung und wertet sie auch als Erfolg der vielfältigen genkritischen Aktivitäten im Land: „Überall dort, wo in den letzten Jahren Genmais angebaut wurde, haben sich Bauern, Umweltschützer, Imker und viele andere zu Protesten zusammengeschlossen“, sagt der stellvertretende BUND-Landesvorsitzende Friedrich Ostendorff. Der Großteil der Verbraucher lehne genmanipulierte Lebensmittel strikt ab, der Lebensmittelhandel möchte keine ‚Ladenhüter’ in den Regalen und die heimischen Bauern hätten vom Gentechanbau keine Vorteile. Gleich mehrere nordrhein-westfälische Ölmühlen, darunter die größte deutsche Ölmühle Brökelmann in Hamm haben erklärt, dass sie Ernten mit Gentech-Rückständen von der Verarbeitung ausschließen. Insofern sei der Anbauverzicht aus BUND-Sicht nur konsequent. 05.02.2009 Für eine gentechnikfreie LandwirtschaftDer BUND möchte wie der Großteil der Bürgerinnen und Bürger keine gentechnisch veränderten Lebensmittel und keine Gentech-Pflanzen auf unseren Äckern. Auch viele Bäuerinnen und Bauern im Lande lehnen die Agro-Gentechnik ab bzw. stehen ihr skeptisch gegenüber. Die gesundheitlichen Auswirkungen sind immer noch unzureichend geklärt und die ökologischen Risiken immens. Ein Nebeneinander von gentechnikfreier Landwirtschaft und Gentech-Anbau ist auf Dauer unmöglich, eine vermeintliche ‚Wahlfreiheit’ der Verbraucher reine Augenwischerei.Dennoch werden in Deutschland und auch in Nordrhein-Westfalen seit einigen Jahren genmanipulierte Pflanzen abgebaut. Noch ist der Anbau nur gering und die Landbewirtschaftung und unser Essen weitgehend gentechnikfrei. Es steht viel auf dem Spiel. Um so wichtiger ist es, gut informiert zu sein und sich in die öffentliche und politische Diskussion einzumischen. Auf den nachfolgenden Seiten erhalten Sie daher Hintergrundinformationen rund um ‚Gentechnik in der Landwirtschaft’ und informieren wir über den Gentech-Anbau in NRW und die genaue Lage der Flächen. Wir berichten über Aktionen und stellen Mit-Mach-Möglichkeiten für die genkritische Arbeit vor Ort vor. Gemeinsam mit ökologisch und konventionell arbeitenden Landwirten, Imkern, Verbraucherschützern, Lebensmittelverarbeitern und -händlern bilden wir in ein starkes ‚Bündnis für den Erhalt gentechnikfreier Landwirtschaft in NRW’. ... mehr |
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