BUND Kreis HöxterNacht der Fledermäuse in Höxter und Hembsen
Viele Mythen ranken sich um Fledermäuse, über die, obwohl sie in Nachbarschaft zu uns Menschen leben, aufgrund ihrer nächtlichen Aktivitäten und der tagsüber versteckten Lebensweise die meisten nur recht wenig wissen. Das möchten die Landschaftsstation und die Volkshochschule ändern und interessierten Teilnehmer im Rahmen eines Vortrages die Lebensweise der gefährdeten und völlig harmlosen Tiere näher bringen. Fledermäuse sind weder Mäuse noch Vögel, sondern die einzigen Säugetiere, die fliegen können, weil die Arme und Beine zu Flügeln umgebildet wurden.Nach einer Einführung in der Aula der VHS möchten die Referenten mit den Teilnehmern in das 15 km entfernte Hembsen fahren, um gemeinsam den spektakulären Ausflug einer Kolonie des Großen Mausohrs zu beobachten. Um den Ausflug in den Abendstunden erlebbar zu machen, wird ein sogenannter "Bat-Detektor" eingesetzt, der die Ultraschalltöne, die von Fledermäusen durch Nase oder Mund freigesetzt werden, in hörbare Töne umwandelt. Kinder nur in Begleitung eines Elternteils! Treffpunkt: 17.08.07, 20:00 Uhr Haus der VHS, Möllingerplatz Kostenbeitrag: 3 EUR Erwachsene / 1,50 EUR Kinder Anmeldung: Geschäftsstelle der Volkshochschule Kontakt: Landschaftsstation im Kreis Höxter e. V., Zur Specke 4, 33034 Borgentreich, Tel. 05643 - 948 800, Fax.: 05643 - 948 801, e-Mail: info@landschaftsstation-hoexter.com. Zur Lebensweise Großer MausohrenAls Lebensraum bevorzugen Große Mausohren vor allem offene und halboffene Landschaften mit Einzelbäumen, Baumgruppen, Waldrändern oder lichte Wälder. Sie sind aber auch in Siedlungen, Dörfern oder Städten anzutreffen und ernähren sich vor allem von Käfern, Nachtfaltern, Heuschrecken oder Spinnen. Bei der Nahrungssuche fliegen die Tiere oft in mittlerer Flughöhe um Bäume, Gebäude etc., aber auch in Bodennähe. Sie entfernen sich dabei unter Umständen auch mehrere Kilometer von ihren Schlafplätzen. Um Beute aufzunehmen, können sich Mausohren aber auch am Boden krabbelnd fortbewegen. Während die Männchen Einzelgänger sind und den Tag meist schlafend in Felsspalten, Höhlen, Hohlräumen, zum Beispiel unter abgelöster Rinde älterer Bäume, in Stollen, auf Dachstühlen, Kirchtürmen oder in Kellern verbringen, leben die Weibchen im Sommer zeitweise in größeren Kolonien - bis zu 2.000 Individuen, um gemeinsam ihre Jungen großzuziehen. Während man bei uns solche Wochenstuben gelegentlich auf größeren Dachböden älterer Gebäude findet, leben die Großen Mausohren in Süd- und Südosteuropa ganzjährig in Höhlen. Im Verlauf des Jahres bekommen die Weibchen meist nur ein Junges, die Tragzeit beträgt etwa 60-70 Tage. Ab August lösen sich die Wochenstuben allmählich auf und es erfolgt ein Quartierswechsel in so genannte Zwischenquartiere. Den Winter verbringen die Großen Mausohren weitgehend im Winterschlaf. In den traditionellen Winterquartieren können sich mehrere hundert oder sogar tausend Fledermäuse versammeln. Zwischen den Sommer- und Winterquartieren liegen manchmal mehrere hundert Kilometer Entfernung. ... mehr |
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