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BUND-Immenstaad


Bild: SÜDKURIER, A. Hund


20 Jahre BUND-Ortsgruppe Immenstaad

24.09.2004
Rückblick auf eine Erfolgsgeschichte
Die BUND-Ortsgruppe Immenstaad feierte 20-jähriges Bestehen
Einen runden Geburtstag gab es am vergangenen Freitag in Immenstaad zu feiern: Die BUND-Ortsgruppe Immenstaad feierte ihr 20-jähriges Bestehen. Neben dem Immenstaader Bürgermeister Jürgen Beisswenger und dem stellvertretenden Landesvorsitzenden des baden-württembergischen BUND, Stefan Flaig, konnte der Vorsitzende der BUND-Ortsgruppe Immenstaad, Klaus Lindemann, zahlreiche Gäste begrüßen.
Immenstaad
VON ALEXANDER HUND



Immenstaad - "B" stehe für Bund - und Bund ist ein Zusammenschluss von Menschen, um etwas zu bewegen, sagte Bürgermeister Beisswenger in seinen Grußworten. Aber B stehe auch für bewahren, beobachten und berichten von Dingen, die in der Natur passieren. Das U stehe nicht nur für Umwelt, sondern auch für unbequem, unkonventionell und Unruhe - alles Eigenschaften, die der BUND auf sich vereine. N auch für das vielgebrauchte Wort nachhaltig - nachhaltig sei bei der Arbeit des BUND vor allem die Kinder- und Jugendarbeit, die Angelika Eckstein leiste. Das D stehe für ein Wort des Dankes - danke für 20 Jahre erfolgreiche Arbeit. Beisswenger überreichte dem Vorsitzenden als Geburtstagsgeschenk einen Scheck.
Einen kurzen Überblick der prägenden Aktionen gab Lindemann: 1980 formierte sich eine Reihe von Bürgern, um Müll zu vermeiden. Eine gemeinsame Ortsgruppe Friedrichshafen-Immenstaad des BUND wurde 1982 gegründet. Aus der gemeinsamen Ortsgruppe heraus, gründete sich am 17. Juli 1984 die Ortsgruppe Immenstaad. Als Erfolg anzusehen sei, dass die 240-Liter-Mülltonne nicht für alle Haushalte eingeführt wurde. Die Trennung der Gartenabfälle, das erste Geschirrmobil im Bodenseekreis und die Sondermüllsammlung seien ebenso Erfolge.
Die stellvertretende Vorsitzende der BUND-Ortsgruppe Immenstaad, Angelika Eckstein, liegt vor allem die Kinder- und Jugendarbeit am Herzen. Im Jahr 2000 wurden die "Laubfrösche" als Kindergruppe gegründet - heute sind es Jugendliche. Zwei Jahre später kam die Kindergruppe "Mariakäfer" hinzu. In der Natur toben, einfach draußen sein und Tiere beobachten - das mache den Kindern Freude, so Eckstein.
Den Festvortrag des Abends hielt Stefan Flaig zum Thema "Strategien für eine flächensparende Siedlungspolitik". Vorab überbrachte er Glückwünsche des Landesvorstandes und empfahl: "Machen sie weiter so!" Die Bilanz der vergangenen Jahre der BUND-Ortsgruppe sei beeindruckend - gäbe es für Aktionen so etwas wie eine BUND-Liga, läge die Ortsgruppe Immenstaad in Baden-Württemberg sicherlich mit an vorderster Stelle, so Flaig.
In den vergangenen 50 Jahren sei mehr Boden versiegelt worden, als in allen Generationen vorher, referierte Flaig. In Deutschland kämen täglich 105 Hektar dazu, dass seien im Jahr 38000 Hektar, was in etwa 57000 Fußballfeldern entspreche. Der größte Teil des Frischlandverbrauchs werde für Wohnbau, inklusive Erschließungsstraßen, verwendet. Die Auswirkungen des Flächenverbrauchs seien vielfältig: Unter anderen immer geringere Grundwasserneubildung, größere Hochwassergefahr, verändertes Klima, Verlust an unersetzlichen Boden, weniger Naherholungsmöglichkeiten und zunehmender Straßenverkehr. Die Ursachen des Flächenverbrauchs seien bei den Nachfragern nach Flächen vor allem der Raumanspruch pro Person, der jährlich um bis zu 0,5 Quadratmetern zunehme. Es sollte vorhandener Wohnraum genutzt werden: "Die Wohnungen in Deutschland sind schon gebaut", so Flaig.
Zum Abschluss seines Referats zeigte Flaig allgemeine Lösungsvorschläge auf: Man müsse den Anreiz für Flächenverbrauch reduzieren, die Rahmenbedingungen der Gemeindefinanzierung ändern und das Verursacherprinzip herstellen - die wahren Kosten sollten angelastet werden. Außerdem sollten Anreize für Fläche sparen geschaffen werden, insbesondere sollten Anreize zur Mobilisierung unbenutzten Wohnraums gegeben werden. Flaig gab des Weiteren konkrete Vorschläge für den Bund, die Länder und die Kommunen. Den Kommunen rät Flaig beispielsweise, umfassende Innenentwicklungskonzepte vorzulegen, attraktive, dezentrale Wohnangebote für Senioren zu schaffen, leerstehenden Wohnraum zu mobilisieren und Flächen managen statt neue zu erschließen.
Nach dem Referat konnten sich die Gäste bei einem Glas Sekt und einer Brezel an Stellwänden über die zahlreichen Aktionen der BUND-Ortsgruppe Immenstaad in den vergangen Jahren informieren.


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