Am 16. Februar 2006 ist das Kyoto-Protokoll ein Jahr in Kraft. Können die Sektkorken knallen? Leider nein: Nach einer Analyse von BUND und Friends of the Earth werden die Mitgliedstaaten der EU mit ihrer derzeitigen Politik ihre Ziele zur Senkung der Treibhausgase nicht erreichen.
Das Kyoto-Protokoll ist das einzige international bindende Dokument zur Senkung der Treibhausgase und damit zur Eindämmung der globalen Erwärmung.
Im Protokoll wurden verbindliche Grenzen für die Emission von Treibhausgasen wie Kohlendioxid festgelegt. 40 Industriestaaten verpflichten sich, ihren jährlichen Ausstoß dieser Gase zwischen 2008 und 2012 um rund fünf Prozent unter den Wert von 1990 zu senken. Die Mitgliedsstaaten der EU haben sich zu einer Senkung des Ausstoßes von rund acht Prozent verabredet, wobei für jeden Mitgliedstaat eine eigene Obergrenze festgelegt wurde. Die meisten der zehn neuen Mitgliedstaaten haben ein Reduktionsziel von mindestens acht Prozent.
Für das Jahr 2003 zeichnet die EU-Kommission leider ein deprimierendes Bild. Der Ausstoß lag um 1,7 Prozent unter dem Referenzjahr 1990; er sollte aber bereits unter 5,2 Prozent liegen.
Detailliertere Informationen finden Sie in einem Hintergrundpapier von Friends of the Earth (in englischer Sprache).
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Vor einem Jahr, am 16.02.2005, demonstrierte der BUND vor dem Brandenburger Tor in Berlin für die Ratifizierung des Kyoto-Protokolls durch die USA.
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