BUND Kreisverband Ludwigsburg

Pressemitteilung Pleidelsheim Februar 2007

"Bürgermeister Trettner ist auf dem Holzweg"
Der Bürgerentscheid um die geplante Nordumfahrung von Pleidelsheim wirft seine Schatten voraus: Bürgermeister Ralf Trettner malt das Bild vom Verkehrsinfarkt, falls die Pleidelsheimer Bürger sich gegen die Umfahrung entscheiden sollten. Der BUND und der Verein Flur und Verkehr halten jetzt dagegen: Mit der Nordumfahrung werde nicht nur die Landschaft unwiederbringlich zerstört, sondern damit werde auch langfristig genau das erreicht, was man vermeiden wolle: noch mehr Verkehr!


Wir können das an nahezu allen Ortsumfahrungen, die in den letzten 30 Jahren gebaut werden, nachweisen. Der inner-und außerörtliche Straßenverkehr nimmt erheblich mehr zu als ohne Umfahrungsstraße!", erklärt Stefan Flaig, Kreisvorsitzender des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Nach einer relativ kurzen Entspannungsphase auf der Durchgangsstraße steige das Verkehrsaufkommen wieder kontiniuerlich an. Dies sei allein durch umfangreiche Verkehrsberuhigung zu verhindern, die aber bisher in Pleidelsheim von den Verantwortlichen weder vorgesehen noch gewollt sei.

"Bürgermeister Trettner ist mit seiner Lösung "Nordumfahrung" auf dem Holzweg!", meint Fritz Engel - Vorsitzender des Vereins Flur und Verkehr. Zunächst einmal gelte es, dem vom Regierungspräsidium Stuttgart ins Spiel gebrachten Autobahn-Halbanschluss bei Freiberg eine echte Chance zu geben. Aber auch, wenn diese so genannte C3-Variante wider Erwarten nicht kommen sollte, könne man den Durchgangsverkehr nach und von Bietigheim auf die vorhandene Umfahrung A81 und B27 lenken. Dies sei eine weit schneller zu realisierende Maßnahme als der Bau einer Nordumfahrung, für die auch noch lange kein Geld in Sicht sei. "Trettner vertröstet die Anwohner in Pleidelsheim auf den Sankt-Nimmerleinstag", so Engel. Schließlich habe sich sowohl das Landratsamt Ludwigsburg als auch der Verband Region Stuttgart mit guten Gründen gegen die ortsferne Umfahrung A1 ausgesprochen, wie sie Bürgermeister Trettner immer noch vertritt.

Nach Ansicht von Wolfgang Huber, BUND-Vorsitzender in Ingersheim, seien mit dem Luftreinhalteplan für Pleidelsheim die ersten Grundlagen zur Verkehrsverflüssigung gelegt. So werde das LKW-Durchfahrtsverbot in Verbindung mit der angekündigten Pförtnerampel von Ingersheim her bereits für eine spürbare Entlastung sorgen. Jetzt müssten sich alle Beteiligten für weitere Maßnahmen zur Luftreinhaltung einsetzen. "Die von den Planern
prognostizierte Zunahme des Verkehrs kann und wird dann gar nicht stattfinden, sondern eine deutliche Entlastung", ist Huber überzeugt.

"Bürgermeister Trettner zeichnet sein Bild der Verkehrszukunft in Pleidelsheim nicht einmal nur grob schwarz-weiß (Nordumfahrung oder gar nichts), sondern schwarz-schwarz, weil die Nordumfahrung die wirkliche Lösung der Pleidelsheimer Verkehrsprobleme blockieren würde", mahnt Verkehrsexperte Flaig.


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