BUND Kreisverband Ludwigsburg

BUND: Neckarwestheim bald stilllegen - Pressemitteilung Dez. 07

„Strahlung ist die wahrscheinlichste Ursache für Kinder-Krebs“
LUDWIGSBURG – „Schnellstmöglich Neckarwestheim abschalten“ lautet die Forderung des BUND-Kreisverbandes Ludwigsburg angesichts der in der Studie des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS) ermittelten Ergebnisse (wir berichteten). Niemand könne jetzt noch ernsthaft leugnen, dass die vermehrten Krebserkrankungen bei Kindern von den Atomkraftwerken herrühre.

Seit vielen Jahren machen einzelne Studien immer wieder auf den Zusammenhang zwischen der Leukämierate von Kindern und ihrem Wohnort in der Nähe eines Atomkraftwerks aufmerksam. Das BfS entschloss sich deshalb, diesem Zusammenhang mit einer umfassenden Studie auf den Grund zu gehen. Ergebnis: Im näheren Umkreis der 16 AKW-Standorte in Deutschland wurde eine deutlich höhere Anzahl krebserkrankter Kinder festgestellt als weiter davon entfernt.

Jetzt helfen keine Beschwichtigungen mehr, meinte der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Kreisverband Ludwigsburg in einer Stellungnahme. „Es besteht zwar noch die theoretische Möglichkeit, dass die Kinder um ein AKW mehr Krebs erregende Lebensmittel essen als anderswo oder dass ausgerechnet diese Kinder genetisch anfälliger sind für Leukämie,“ zählt der Kreisvorsitzende Stefan Flaig andere mögliche Ursachen für die statistische Häufung auf.

„Die mit Abstand wahrscheinlichste Ursache ist allerdings die Strahlung der Reaktoren, das wird keiner mehr ernsthaft leugnen können!“ Totschlagargumente wie „Panikmache“ zeugten von unsachlicher Polemik. Irgendwann müssten auch die Atomkraft-Befürworter die Fakten akzeptieren.

Das Hauptärgernis aus Sicht des BUND bei dieser Sachlage sei, dass „wir die AKW für unsere Stromversorgung überhaupt nicht brauchen, nicht einmal für einen besseren Klimaschutz“, ist der Energie-Experte überzeugt. Schnellstmöglich abschalten heißt deshalb die Forderung des BUND. Die Konzepte dafür liegen vor, dass dabei kein einziges Licht ausgeht. „Jetzt noch länger zu warten, ist unverantwortlich!“ betont der BUND abschließend.



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