BUND Kreisverband Ludwigsburg

Ausweichstrecke für die Autobahn

Ludwigsburg. "Warum soll die Landesstraße 1115 überhaupt ausgebaut werden?", fragt sich der Kreisverband Ludwigsburg des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) angesichts der Diskussion um die geplante parallele Kreisstraße. Die Umweltschützer vermuten, dass damit die Ersatzstrecke für die A 8 und die A 81 vervollständigt werden soll und befürchten eine starke Zunahme des Lkw-Verkehrs.

Die Kommunen im Bottwartal diskutieren derzeit die neueste Planung des Regierungspräsidiums mit einer zusätzlichen Parallelstraße zur künftig dreistreifigen L 1115. Niemand halte die parallele Kreisstraße für gut. Schließlich bedeute das noch höhere Kosten, noch mehr Flächenverbrauch und noch mehr gefällte Bäume, meint der BUND.

"Das eigentliche Problem ist doch aber der Ausbau der L 1115. Auf der Landesstraße gibt es weder häufige Staus noch außergewöhnlich viele Unfälle. Warum will das Land also diese Straße ausbauen?", fragt der BUND-Kreisvorsitzende Stefan Flaig. Und ohne den Ausbau als dreistreifige Kraftfahrstraße bräuchte man auch keine Parallelstraße.

Für den über 6000 Mitglieder starken Umweltverband ist die Antwort klar: Die L 1115 sei nämlich die Verbindung zwischen der ebenfalls geplanten vierspurigen B 14 bis Backnang und der A 81. "Das RP und alle Verkehrsexperten wissen, dass nach der Fertigstellung noch mehr Lkw diese Strecke nutzen werden, um das Leonberger Dreieck von der A 8 herkommend zu umfahren", behauptet Flaig.

"Es bleibt die Frage, warum wir alle für Mautflüchtlinge und Raser zahlen sollen", wundert sich Flaig. "Die einzige andere Gruppe, die etwas vom Ausbau der L 1115 hat, sind nämlich die Raser, denen es zu lange dauert, wenn sie wenige Kilometer mit Tempo 80 hinter einem Lkw herfahren müssen." Alle anderen seien negativ vom Ausbau betroffen: entweder als Land- oder Forstwirte, als Anwohner oder als Steuerzahler, ist Flaig überzeugt.

Als Lösung für die L 1115 schlägt der BUND vor, die Straße nicht auszubauen und dadurch zu beschleunigen, sondern mit Ampeln, Kreisverkehren und anderen Umbauten zu "entschleunigen". Nur so könne die drohende Verkehrslawine zwischen Backnang und der A 81 reduziert werden.


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