BUND Kreisverband Ludwigsburg

Energiewende birgt wirtschaftliche Chancen

Ludwigsburg: Die Atomkraft war das Thema der Gesprächsrunde, zu der der Kreisverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) den Bundestagskandidaten der FDP, Harald Leibrecht, eingeladen hatte. Die FDP steht derzeit zur Atomkraft als Teil eines Energiemixes, der auch der CO2-Reduzierung dienen soll. Der BUND sprach sich gegen die Laufzeitverlängerung der AKW aus, weil diese weder zu günstigen Strompreisen noch zum Klimaschutz beitrage.

Auch wenn die FDP keine neuen AKW will, so würde sie doch in einer neuen Bundesregierung für die Verlängerung der Laufzeiten der bestehenden Atomkraftwerke eintreten, damit die Strompreise günstig bleiben, das Klima geschützt wird und kein Strom aus "unsicheren" AKW, z.B. aus Osteuropa, importiert werden muss. "Wir brauchen die Atomkraft noch eine Weile!", meinte Bundestagsabgeordneter Harald Leibrecht zu Beginn des Gesprächs. Langfristig gebe es zu den erneuerbaren Energien zwar keine Alternative, aber ganz so schnell wie gedacht könne der Atomausstieg nicht stattfinden.

All diese Gründe für die Laufzeitverlängerung halten nach Meinung des BUND jedoch keiner näheren Betrachtung stand, erklärte der Kreisvorsitzende Stefan Flaig: "Deutschland hat in den letzten Jahren fast so viel Strom ins Ausland exportiert, wie alle AKW zusammen produziert haben." Vom notwendigen Import könne also selbst beim Ausstieg keine Rede sein. Auch der Klimaschutz tauge nicht als Argument. "Die Atomkraft trägt gerade mal drei Prozent zum Endenergieverbrauch der Erde bei", weiß Flaig. Selbst bei doppelt so vielen AKW könne der CO2-Ausstoß nur geringfügig vermindert werden.

Nicht nur deshalb fordert der BUND: "Der Atomausstieg muss sogar noch schneller vollzogen werden, weil die abgeschriebenen AKW die Erneuerbaren und das Energiesparen wirtschaftlich behinderten!" So lange der scheinbar billige Atomstrom den Markt "überschwemme", so lange lohnen sich etliche Investitionen in Sparmaßnahmen und kleine Heizkraftwerke nicht. "Die Energiewende wird so verzögert!", behauptet Flaig und verweist auf die gigantischen Potenziale für Wirtschaft und Arbeitsplätze, die in der Energiewende stecken.

Harald Leibrecht sagt zu, die Argumente des BUND ideologiefrei zu prüfen und sich auch eine Studie des Wirtschaftsministeriums Baden-Württemberg genauer anzusehen, die aufzeigt, wie der Atomausstieg im Land klimafreundlich vollzogen werden kann. Jedenfalls wollen BUND und FDP nicht nur zu diesem Thema weiter im Gespräch bleiben.


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