BUND Kreisverband Ludwigsburg

Risiken der Atomkraft nicht auf Allgemeinheit abwälzen

Ludwigsburg. Große Übereinstimmung gab es beim Gespräch der Grünen-Bundestagskandidatin, Ingrid Hönlinger, mit dem Kreisverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) zum Thema Atomkraft. Hönlinger plädiert sogar wie der BUND für einen schnelleren Ausstieg als im Atomkonsens vereinbart. Der BUND lieferte ihr dafür noch ein paar zusätzliche Argumente.

In der Reihe seiner Politikergespräche sprach der BUND-Kreisvorstand vor kurzem mit der Bundestagskandidatin der Grünen im Wahlkreis Ludwigsburg, Ingrid Hönlinger. Thema war wie bei den vorigen Gesprächen mit anderen Parteien die weitere Nutzung der Atomkraft.

Als Juristin lehnt Hönlinger die Taktik der Energiekonzerne ab, die verbindlichen Verträge zum Atomausstieg zu sabotieren, indem sie z.B. Neckarwestheim I nicht schon 2009 abschalten, sondern damit auf eine eventuell neue Bundesregierung warten. Auch deshalb will die Grüne einen schnelleren Ausstieg: "Wenn die Konzerne sich nicht an den Vertrag halten wollen, müssen wir umso entschiedener auf der Einhaltung des rechtsgültig abgeschlossenen Vertrages bestehen!" Im Falle einer Regierungsbeteiligung will sie sich daher für strengere Auflagen und Kontrollen für Atomkraftwerke einsetzen.

Der BUND fordert schon seit langem den schnelleren Ausstieg und konnte ihr deshalb gleich einige Tipps geben: So sollte jedes einzelne AKW endlich eine Haftpflichtversicherung abschließen, die sämtliche Risiken abdeckt. "Was für jeden Autofahrer gilt, muss auch für die Konzerne gelten", betonte der BUND-Kreisvorsitzende Stefan Flaig. Es dürften in Zukunft keine Risiken und Kosten mehr auf die Steuerzahler abgewälzt werden.

Gleiches fordert der BUND auch für die Entsorgungskosten, die nicht wie bisher der Allgemeinheit aufgebürdet, sondern vollständig von den Konzernen getragen werden müssten. Der wahre Preis des Atomstroms müsse sich dann der Konkurrenz mit den Erneuerbaren Energien stellen - ein Wettbewerb, den der Atomstrom nach Ansicht von unabhängigen Experten verlieren würde.

Entgegen der leider immer noch weit verbreiteten Meinung wird die Atomkraft auch nicht für die Versorgungssicherheit benötigt. "Es liegen umfassende Konzepte von Experten vor, die belegen, dass wir in Deutschland alle AKW bei gleichzeitigem Klimaschutz abschalten können und trotzdem kein einziges Licht ausgeht. Dazu ist auch kein Stromimport aus dem Ausland nötig!", erläuterte Flaig und verwies auf das Energiewende-Szenario des BUND.

Neben einem schnelleren Atomausstieg könne die Bundesregierung auch weit mehr beim Stromsparen tun, beispielsweise bei der Reduzierung der so genannten Standby-Verluste. Hönlinger will sich im Falle ihrer Wahl dafür verstärkt einsetzen, da in der Energiewende nicht zuletzt auch große Chancen für Wirtschaft und Arbeitsplätze stecken, wie BUND und Hönlinger abschließend gemeinsam betonten.



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