BUND Kreisverband Ludwigsburg

Naturschutz ist wichtig - Standort ist unbedenklich

Stuttgart/Ludwigsburg. In der Diskussion um die Windkraftanlage auf der Ingersheimer Höhe bezieht der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Landesverband Baden-Württemberg, Stellung: "Die Energie der Zukunft muss dezentral erzeugt werden und auf regenerativer Basis beruhen. Der Schutz des Klimas und der Ressourcen lassen uns keine andere Wahl", erklärte die BUND-Landesvorsitzende Dr. Brigitte Dahlbender: "Uns ist bewusst, dass jede Art von Energieerzeugung mit Eingriffen in die Natur verbunden ist." In Ingersheim haben einige Naturschützer die geplante Windkraftanlage kritisiert. "Ich finde es richtig und wichtig, dass sich Menschen für den Schutz der Natur einsetzen", sagte Dahlbender: "Auch der BUND hat den Standort kritisch geprüft. Er ist zu dem Ergebnis gekommen, dass die direkten und indirekten Auswirkungen des Windrads im Vergleich zum nahen Atomkraftwerk völlig harmlos sind." Dennoch forderte die BUND-Landesvorsitzende die Verantwortlichen dazu auf, die Eingriffe in die Natur so klein wie möglich zu halten.Unterstützung erfährt der BUND mit seiner Position durch Werner Brekle, der im Umweltbeirat des Landkreises sitzt, Sprecher des Arbeitskreises Ludwigsburg im Landesnaturschutzverband ist und als Naturschutzwart die Kreise Ludwigsburg und Heilbronn betreut: "Das Landschaftsbild wird beim Bau der Windkraftanlage zwar beeinträchtigt, aber das kann auch ich als langjähriger Naturschützer zu Gunsten des Klimaschutzes akzeptieren. Über Landschaftsästhetik lässt sich zwar streiten, aber schließlich liegt der geplante Standort in einer weitgehend ausgeräumten Feldflur."

Dass die Positionierung auch innerhalb des BUND nicht ohne Widerspruch verlief, daraus macht der BUND-Kreisvorsitzende Stefan Flaig kein Geheimnis: "Ich kann gut verstehen, dass sich manche BUND-Aktive wie Wolfgang Huber, Claus-Peter Hutter und Conrad Fink durch den Landschaftseingriff betroffen fühlen", sagte Flaig. "Sie engagieren sich seit Jahrzehnten für den Naturschutz im Kreis." Vor seiner Entscheidung hat der BUND-Kreisverband ausführlich über die geplante Windkraftanlage und deren konkreten Folgen diskutiert. "Es mag sein, dass einzelne Vögel in die Flügel des Windrads geraten werden. Aber wenn Windräder wirklich im großen Stil "Vogelschredderanlagen" wären, gäbe es dazu längst eine seriöse Studie", ist Flaig überzeugt. "Die große Mehrheit der anwesenden BUND-Mitglieder hat sich nach eingehender Diskussion für die Anlage ausgesprochen. Wir können und wollen einzelnen Mitgliedern nicht eine Meinung vorschreiben - aber der BUND als Organisation ist eindeutig für die Anlage am Standort Ingersheim.


Aktuelles
Pressemitteilungen
Innenentwicklung
Landschaftspflege am Geigersberg
Wechsel zum Öko-Stromanbieter
Termine
Vor Ort: Freiberg a.N.
Vor Ort: Ingersheim
Vor Ort: BV Stromberg-Neckartal
   Impressum zum Seitenanfang