BUND Kreisverband Ludwigsburg

Derzeitige Siedlungsentwicklung ist nicht zukunftsfähig

Ludwigsburg. Ausnahmsweise nicht über Stuttgart 21 diskutierte der Kreisvorstand des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) mit dem FDP-Landtagskandidaten Martin Müller im Rahmen seiner Politikergespräche. Beim Thema "Flächenverbrauch und Siedlungsentwicklung" gab es zahlreiche Übereinstimmungen.

Als einziger der drei FDP-Landtagskandidaten im Kreis Ludwigsburg fand sich vor kurzem der Ludwigsburger Stadtrat Martin Müller beim BUND-Kreisvorstand zum Gespräch im Vorfeld der Landtagswahl ein. Müllers Schwerpunkte sind nach eigener Aussage neben der Bildung die Wirtschafts- und Infrastrukturpolitik. "Damit sind Sie für uns der richtige Mann!", eröffnete der BUND-Kreisvorsitzende Stefan Flaig die Diskussion. "Was wollen Sie gegen die anhaltende Zersiedelung der Landschaft tun, falls Sie in den Landtag gewählt werden?", lautete seine erste Frage.

Als Liberaler stehe er zwar für die Freiheit der Kommunen, aber wenn darunter die Allgemeinheit ökonomisch und ökologisch leide, müsse eben doch die Landes- und Regionalplanung gestärkt werden, meinte der Volkswirtschaftler Müller. Dies bedeute strengere Vorgaben bei Neubaugebieten für die Kommunen, damit diese sich an den demografischen Wandel mit immer weniger jungen Familien anpassen. "Je früher der ruinöse Wettbewerb der Kommunen untereinander beendet wird, umso besser", betonte Müller. Dem stimmte der BUND ebenso zu wie Müllers Aussage, dass mehr ganzheitliche Konzepte für Verkehr und Siedlungsentwicklung als bisher nötig seien. "Die heutige Siedlungs- und Verkehrsentwicklung ist nicht zukunftsfähig", sind sich BUND und Martin Müller einig.

Der BUND schlug konkret vor, eine Baulandausweisungsumlage auf Landesebene einzuführen: "Jeder Quadratmeter neu ausgewiesenes Bauland könnte beispielsweise mit zehn Euro belastet werden, die in einen Topf zur Förderung der Innenentwicklung fließen und so den Kommunen zurückgegeben werden", erläuterte Flaig den Vorschlag. In den Zentren wie Stuttgart oder Ludwigsburg wäre die Verteuerung kaum spürbar, im ländlichen Raum dagegen schon. Die dort unerwünschte Zersiedelung könnte damit reduziert werden. Martin Müller versprach, den Vorschlag im Falle seiner Wahl ernsthaft zu prüfen und sich intensiv um die Reduzierung des Flächenverbrauchs zu kümmern.


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