BUND Kreisverband Ludwigsburg

Zahlreiche Leerstände drohen

Ludwigsburg. Um den Flächenverbrauch zu reduzieren, will die SPD vor allem mehr Geld in die Städtebauförderung stecken. Das machten die beiden Landtagskandidaten Thomas Reusch-Frey und Wolfgang Stehmer vor kurzem beim Gespräch mit dem Kreisvorstand des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) zum Thema Flächenverbrauch deutlich.

Die SPD habe schon vor Jahren im Landtag einen Antrag gestellt, der den Flächenverbrauch auf täglich fünf Hektar halbieren sollte. Die Umsetzung dieses von der Mehrheit abgelehnten Antrags stellt sich der BUND allerdings eher kompliziert vor. Der Umweltverband fordert dagegen schon seit langem einen einheitlichen und verbindlichen Nachweis, in dem alle Kommunen vor der Neuausweisung von Baugebieten ihren Bedarf belegen müssen. Thomas Reusch-Frey unterstrich, dass die Innenentwicklung in den Städten und Gemeinden Vorrang vor der Außenentwicklung haben müsse: Dies gelte für den Wohnungsbau und für Industriegebiete.

BUND und SPD waren sich auch einig, dass die demografische Entwicklung bei weiteren Neubaugebieten zu volkswirtschaftlichen Schäden in den Kommunen führen wird. "Null neue Baugebiete kommen für uns aber nicht in Frage. Die Menschen sollen auch in Zukunft noch über die Größe ihres Wohnraums entscheiden können", betonte Wolfgang Stehmer.

Eine Haltung, die nach Meinung des BUND an der Realität vorbei geht: Die Zunahme der Wohnfläche pro Kopf entstehe nicht durch den Wunsch der Menschen nach mehr, sondern durch die so genannte Altersremanenz. "Wohnungen, in denen früher vier oder fünf Menschen lebten, werden zunehmend von einzelnen Senioren bewohnt. Da kommen in wenigen Jahren zahlreiche leer stehende Wohnungen auf die Kommunen zu", erläuterte der BUND-Kreisvorsitzende Stefan Flaig.

Der BUND unterstützt das Ziel der SPD, mehr Geld in die Städtebauförderung zu stecken, um damit die alten Wohnungen zu sanieren und teilweise auch in kleinere Einheiten umbauen zu können.


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