BUND Kreisverband Ludwigsburg

Der BUND-Kreisvorstand befasste sich bei seinem letzten Treffen mit den Folgen von Stuttgart 21 für den Bahnausbau auch in unserem Landkreis und mit den Vorteilen der Alternative "Kopfbahnhof 21". Dabei erläuterte der Kreisvorsitzende Stefan Flaig den Schlichterspruch und die Vorteile der Alternativplanung 21.

Mit seinem Schlichterspruch bekräftigte Heiner Geissler, dass das Alternativkonzept "Kopfbahnhof 21" (K21), das den Erhalt des Kopfbahnhofes mit der Sanierung und dem Ausbau des Bahnknotens Stuttgart vorsieht, ein realistisches Konzept ist. Die bauliche und betriebliche Machbarkeit des Konzepts K 21 wurde während der Schlichtung auch von der DB bestätigt. Der Vorwurf, K 21 sei ein Phantom, ist damit vom Tisch", so Flaig.

K 21 sei weitaus leistungsfähiger als der Tiefbahnhof. In der Spitzenstunde könnten bei K 21 bis zu 52 Züge in den Kopfbahnhof ein- und ausfahen. Bei Stuttgart 21 habe die Bahn nicht nachweisen können, dass pro Stunde mehr als 38 Züge bei guter Betriebsqualität den Tiefbahnhof nutzen können. Damit werde der neue Tiefbahnhof bereits kurz nach seiner Fertigstellung an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit kommen.

Vorteil Baukastenprinzip: 5 Module führen zum Ziel
Ein unschätzbarer Vorteil von K 21 sei das Baukastenprinzip: Je nach Bedarf und Finanzlage können die fünf Module realisiert werden: Das Bahnhofsgebäude und das Gleisvorfeld werden modernisiert, die Kapazitäten damit erhöht und in vier weiteren Schritten kann der Bahnknoten Stuttgart nach und nach ausgebaut werden: Der Flughafen wird angebunden, sowie der Anschluss an die mögliche Neubaustrecke Wendlingen - Ulm ermöglicht, die Fahrzeiten verringern sich. Und jeder dieser Bausteine bringe - im Gegensatz zu S 21 sofort einen Nutzen.

K 21 ist zukunftsoffen

Weil die Wirtschaftlichkeit der Neubaustrecke Wendlingen - Ulm zweifelhaft und die Genehmigung nicht abgeschlossen sei, kann Kopfbahnhof 21 grundsätzlich in zwei Varianten gebaut werden: Eine mit Neubaustrecke und eine ohne. "Eine der großen Stärken des Alternativkonzeptes ist: Kopfbahnhof 21 funktioniert mit und ohne Neubaustrecke. Stuttgart 21 hingegen macht nur mit der Neubaustrecke Sinn, legt alles fest und ist kaum noch erweiterbar", betonte Flaig weiter.

Das Fazit des BUND lautet deshalb: Der Kopfbahnhof 21 nütze den Bahnreisenden mehr als Stuttgart 21 und koste nur ein Drittel. Deswegen setzt sich der BUND auch weiterhin für die bürgerfreundliche Alternative Kopfbahnhof 21 ein.


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