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Franz Beer: "Mäh-Aktionen viel zu früh"

 

Südkurier Markdorf, Freitag, 22.06.2007



Franz Beer: "Mäh-Aktionen viel zu früh"

BUND-Vorsitzender kritisiert Vorgehen in der Stadt - "Internationaler Faltertag" am Wochenende sucht Mitstreiter

 

Ein Dorn im Auge sind dem BUND in Markdorf die weiträumigen Mäh-Aktionen der Stadt entlang der Straßenböschungen. "Dieses Jahr wurde sehr früh gemäht, das bedauern wir sehr", kritisiert der BUND-Vorsitzende Franz Beer: "Wir sind nicht grundsätzlich gegen das Mähen, aber das
hatte mit der Verkehrssicherung nichts zu tun." Gerade an den Böschungen und Wegrändern würden sehr viele und vor allem teils auch seltene Blumen blühen. So seien etwa an einem Waldrand entlang zahlreiche Türkenbund-Lilien weggemäht worden, gerade diese seien inzwischen jedoch äußerst selten geworden. Auch auf großflächigen Firmengeländen müsste in Beers Augen längst nicht so viel gemäht werden, zumal dies den Unternehmen auch Kosten sparen würde.

 

Doch nicht nur für Blumen, auch für Schmetterlinge seien die Wegränder oft die letzten Refugien in der Stadt. Gerade den bedrohten Schmetterlingen widmet der BUND sein besonderes Augenmerk, verweist Beer auf eine länderübergreifende Schutzaktion am Wochenende: Am 23. und 24. Juni rufen die Naturschützer zum "2. Internationalen Faltertag" auf. In Deutschland, der Schweiz, in Österreich, Italien und Zypern suchen die Naturschutzorganisationen Freiwillige für eine "gemeinsame Volkszählung der Schmetterlinge". Die Beobachtungen sollen in internationale Studien über die Verbreitung der Falter einfließen - von denen immerhin 80 Prozent der heimischen Arten in ihrer Existenz bedroht sind. Auch für den BUND Markdorf ruft Beer die Bevölkerung zur Teilnahme auf. Wie’s geht und was dahinter steckt, darüber informiert der BUND ausführlich auf seiner Internet-Homepage. Beer selbst würde sich über aktive Mitstreiter freuen.

 

Informationen im Internet:

www.bund.net/faltertage

 

 

(Stand: 22.06.2007 02:01)

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