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Warteschleife für Flieger

 

Südkurier Markdorf, Samstag, 20.10.2007


Warteschleife für Flieger

Oberteuringen (bor) Der Antrag zur Erhöhung der Abfluggewichtes und die Änderung des Flugsektors durch den Modellflugclub AeMC Graf Zeppelin ist beim nicht öffentlichen Vor-Ort-Termin des Gemeinderats bereits am Dienstag von der Tagesordnung abgesetzt worden. Es hatte wohl doch größere Unstimmigkeiten gegeben. Dies wurde schon vor der Gemeinderatssitzung am Donnerstag bekannt.

Teuringens Bürgermeister Karl-Heinz Beck sagte in der Sitzung, dass es nun weiterer Gespräche mit allen Beteiligten bedürfe, damit ein Konsens hergestellt werden könne. In der gültigen Erlaubnis für den Flugbetrieb legte das Regierungspräsidium Tübingen 1989 ein Abfluggewicht von zehn Kilogramm fest. Gestützt durch eine Stellungnahme vom 18. Juli dieses Jahres stellte der AeMC seinen Antrag. Die Stellungsnahme stammte von Kurt Schock aus Heiningen, einem Gutachters für die Zulassung von Modellfluggeländen. Der Antrag war in der Septembersitzung vorgelegt und von einigen Räten kategorisch abgelehnt worden.

Damals war allerdings nicht klar geworden, wie sehr sich der Flugsektors ausweiten würde - der Landschaftsskizze zufolge beinahe um das Dreifache. Das würde einen Teil der Einwohner in Hepbach und Leimbach betreffen. Die Markdorfer Stadtverwaltung zeigte sich durch das Vorhaben des Modellflugclubs übergangen (der SÜDKURIER berichtete gestern). Auch die Stellungnahmen der unteren Naturschutzbehörde sowie vom BUND Markdorf dürften gegen eine Ausweitung des Flugsektors sprechen, da dieser Teile des Ökosystem im Hepbach-Leimbacher Ried einschließen würde. Die Argumente des Clubs - etwa die Verringerung des Lärmpegels durch größere Fluggeräte - werden bis zu einer Entscheidungsfindung auf Eis gelegt. Das könnte bis ins Frühjahr dauern, wie aus dem Regierungspräsidium zu hören war.

 

 

(Stand: 20.10.2007 02:15)

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