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Sportheim unter Wasser

 

Schwäbische Zeitung, Mittwoch, 23.04.2008


Sportheim unter Wasser

Um 6.15 Uhr war für die Feuerwehrleute aus dem Deggenhausertal am frühen Dienstagmorgen die Nacht zu Ende: Die Urnauer Ortsdurchfahrt war mehrfach überflutet. Unter Wasser stand auch der Neubau des Vereinsheims der Sportfreunde Deggenhausertal in Obersiggingen.

 

DEGGENHAUSERTAL (iw) 75 Zentimeter hoch standen die Wassermassen im Keller des Vereinsheims. Sanitär, Heizung und Elektroleitungen sind schon verlegt, welche Folgekosten auf den Verein zukommen, kann Vorsitzender Werner Hübschle noch nicht sagen. Er hat ein Unternehmen beauftragt, um Gräben auszuheben, sonst wäre das Wasser weiterhin in das Gebäude geströmt. Über zwei Stunden war die Feuerwehr allein hier beschäftigt.

 

Zuvor war die Urnauer Ortsdurchfahrt das Sorgenkind gewesen. Die Straße stand zweimal unter Wasser, weil der Hirsebach über die Ufer getreten war. Die Feuerwehrleute säuberten den Bach von Ästen und Sträuchern, die Ortsdurchfahrt wurde kurzfristig gesperrt. Mit Hilfe des Bauhofs verhinderte die Feuerwehr, dass sich das Wasser in einem überfluteten Keller in Untersiggingen auf den Lagerraum ausdehnen konnte. Auch in Wattenberg und Urnau pumpten die Helfer Keller leer. Bis 13.30 Uhr waren sie im Einsatz. Kommandant Ernst Mecking und Bürgermeister Knut Simon hatten die Lage als angespannt eingestuft. "Dann sind die Pegel aber langsam gefallen", sagt Feuerwehrfrau Rut Mecking.

 

Ruhig ging es in den Nachbardörfern zu. In Salem standen nur die Wiesen im Ried zwischen Salem und Frickingen unter Wasser. "Die Enten hat es gefreut", sagt der Polizeibeamte. In Meersburg hat sich der Diensthabende zwar über den hohen Wasserpegel der Aach in Uhldingen-Mühlhofen gesorgt, in der Burgenstadt habe es aber keine Vorkommnisse gegeben.

 

Von einem Erfolgserlebnis spricht der Markdorfer BUND-Vorsitzende Franz Beer: Die Brunnisach im Hepbacher-Leimbacher Ried, die vom Landratsamt teilweise verlegt und deren Bachsohle erhöht worden ist, habe sich wie geplant verhalten: Statt wie zuvor Teile Leimbachs und Fischbachs unter Wasser zu setzen, habe sich das Wasser im Ried über die Wiesen ausgebreitet. "Das ist doch mal eine positive Hochwassermeldung", findet Beer.

 

 

(Stand: 23.04.2008)

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